Erstellt am 22. April 2011, 13:58

Betriebsrat: ÖBB-Chef schlimmer als Schwarz-Blau. Postbus-Betriebsratschef Robert Wurm greift ÖBB-Chef Kern frontal an. Sein oberster Dienstherr betrachte die ÖBB als "Staat im Staat", er agiere "schlimmer als die Schwarz-Blaue-Regierung". Kern versuche "überfallsartig" Personaländerungen im Postbus-Managment durchzudrücken, um dann über das Personalamt Einfluss auf Verordnungen betreffend Gehaltsbestandteilen oder das Dienstrecht zu nehmen.

Postbus-Betriebsratschef Robert Wurm greift ÖBB-Chef Kern frontal an. Sein oberster Dienstherr betrachte die ÖBB als "Staat im Staat", er agiere "schlimmer als die Schwarz-Blaue-Regierung". Kern versuche "überfallsartig" Personaländerungen im Postbus-Managment durchzudrücken, um dann über das Personalamt Einfluss auf Verordnungen betreffend Gehaltsbestandteilen oder das Dienstrecht zu nehmen.

Kern würde nicht einmal versuchen, bei der Auswahl der Manager den Schein zu wahren, wirklich nach den fähigsten Köpfen zu suchen, so Wurm am Freitag zur APA. Laut Wurm will das Unternehmen bei einem außerordentlichen Aufsichtsrat eine neue Führung bestellen, die Arbeitnehmervertreter lehnen eine Neubesetzung ohne Ausschreibung ab. "Das kommt einem Putsch gegen die Gesetze und die Aufsichtsbefugnis der Ministerin gleich. Wir verlangen nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung der Gesetze", meint Wurm. Er sieht nun Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) gefordert, ein Machtwort zu sprechen.

Wurm wirft dem Management vor, das Arbeitsverfassungsgesetz zu verletzen und das ehemalige Postunternehmen zerschlagen zu wollen - was die Bahn dementiert. Es sollten ledigliche Doppelgleisigkeiten beseitigt werden, betonten die ÖBB.