Erstellt am 17. Dezember 2010, 08:28

BEWAG-Minus ist gewachsen. Bei der BEWAG hat sich im Geschäftsjahr 2009/10 das Minus im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 7,5 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro vergrößert.

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Das geht aus dem Geschäftsbericht der Burgenland Holding hervor. Seitens der BEWAG wird das negative EGT damit begründet, dass darin auch Belastungen aus dem 2001 abgeschlossenen Cross-Border-Leasinggeschäft (US-Lease) berücksichtigt seien. Das operative Ergebnis liege mit zwölf Mio. Euro im Plus, hieß es aus dem Unternehmen zur APA.

Der Burgenland Holding flossen im Geschäftsjahr 2009/10 Beteiligungserträge in der Höhe von 6,54 Mio. Euro (2008/09: 6,49 Mio. Euro) zu. Sie setzen sich aus der BEWAG-Dividende von 5,4 Mio. Euro und der Ausschüttung der BEGAS im Ausmaß von 1,09 Mio. Euro zusammen. Das gesunkene Zinsniveau habe bei nahezu unverändertem Veranlagungsvolumen nach Unternehmensangaben zu einer deutlichen Abnahme der Zinserträge (von 0,11 auf 0,02 Mio. Euro) geführt.

Das EGT und der Jahresüberschuss mit jeweils 6,4 Mio. Euro gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 6,3 Mio. Euro zurück. Die Bilanzsumme lag bei 76,5 Mio. Euro (2008/09: 76,6 Mio. Euro). An der Burgenland Holding hält die EVN einen Anteil von 73,6 Prozent. Die Wien Energie besitzt zwischen fünf und zehn Prozent, die Verbund AG ist mit über zehn Prozent beteiligt. Die Anteile der übrigen Aktionäre liegen jeweils unter fünf Prozent.

An den Energieversorgern BEWAG und BEGAS hält die Burgenland Holding jeweils 49 Prozent. An der BEWAG ist zudem das Land Burgenland mit 51 Prozent beteiligt. Bei der BEGAS werden 51 Prozent der Anteile von den mit Erdgas versorgten burgenländischen Gemeinden gehalten. Im Gespräch ist offenbar eine Zusammenlegung von BEWAG und BEGAS, wie der "Kurier" (Donnerstag) unter Berufung auf einen Kenner der pannonischen Energiewirtschaft berichtet. Seitens der BEWAG-Aufsichtsratsspitze gab es dazu zunächst keine Stellungnahme, die EVN würde ein integriertes Unternehmen goutieren.

Im Geschäftsbericht der Burgenland Holding finden sich auch Kennzahlen der beiden Energieversorger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies die BEWAG eine Bilanzsumme von rund 730 Mio. Euro auf (2008/09: 839 Mio. Euro). Bei der BEGAS belief sich die Bilanzsumme auf 261,8 Mio. Euro, das EGT ging von 14,1 Mio. Euro auf 8,2 Mio. Euro zurück. Im Geschäftsjahr 2009/10 hat die BEWAG 1.254,8 Gigawattstunden (GWh) Strom verkauft. Der Erdgasabsatz der BEGAS lag bei 196,7 Mio. Kubikmetern.