Erstellt am 03. Oktober 2011, 13:01

BEWAG wieder mit Gewinn. Der burgenländische Energieversorger BEWAG schreibt nach drei Jahren Minus wieder schwarze Zahlen.

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Für das abgelaufene Geschäftsjahr erwarte man sich etwa zehn bis 15 Mio. Euro Gewinn und einen Umsatz von rund 251,5 Mio. Euro, bestätigte Vorstand Michael Gerbavsits am Rande einer Pressekonferenz am Montag in Eisenstadt einen Bericht des "WirtschaftsBlatt" (Montagausgabe). Im aktuellen Geschäftsjahr wolle man den Umsatz um 3,5 Mio. Euro auf 255 Mio. Euro steigern, erklärte er.

Gebremst wird der Aufschwung allerdings von ein paar Wertberichtigungen: Vier Mio. Euro müssen aus dem gesamten International Windpower-Bereich (IWP), wertberichtigt werden. Darunter fallen etwa Projekte in Polen (dort war ein Windkraftprojekt in einem Natura2000-Gebiet geplant) oder auch eines in Ungarn, das in Zusammenhang mit den ehemaligen Vorständen Hans Lukits und Josef Münzenrieder sowie dem Lobbyisten Peter Hochegger steht und die Staatsanwaltschaft beschäftigt.

Dennoch blicken die beiden Vorstände Gerbavsits und Reinhard Schweifer positiv in die Zukunft. Man wolle den Schwung, den man nach drei Jahren des Minus-Schreibens nun wieder aufgenommen habe, mitnehmen und "Jahr für Jahr positive Ergebnisse ausweisen, wo man die Dividende aus dem ordentlichen Ergebnis werde bedienen können", erläuterte Gerbavsits. Angepeilt ist ein Gewinn von etwa 20 Mio. Euro in den nächsten ein, zwei Jahren.

Das Vorstandsduo zog am Montag außerdem Bilanz über zehn Jahre Liberalisierung des Strommarktes. Diese fiel äußerst positiv aus: "Wir hatten damals, als die Liberalisierung begonnen hat (im Jahr 2001, Anm.) überhaupt keine Stromproduktion oder keine nennenswerte Stromproduktion", meinte Schweifer. Mittlerweile sei man der größte Ökostromproduzent Österreichs.