Erstellt am 09. November 2012, 13:57

Bildungsteilzeit soll Niedrigqualifizierten helfen. Der Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf, begrüßt die von der Regierung vorgeschlagene Bildungsteilzeit.

In dieser Variante der Bildungskarenz sollen Arbeitnehmer in Teilzeit arbeiten, und sich gleichzeitig aus- bzw. weiterbilden. Das AMS sei daran interessiert, dass die Bildungskarenz stärker durch Geringqualifizierte genutzt wird.

Konkret wäre nämlich der Einkommensausfall für einen Geringverdiener bei der Bildungsteilzeit geringer, da er oder sie in Teilzeit weiterarbeitet und vom AMS ein Weiterbildungsgeld bekäme, als bei der derzeitigen Bildungskarenzregelung, wo "nur" das Arbeitslosengeld gezahlt wird. Durch die Steuerprogression bzw. die Besteuerung erst ab 12.000 Euro Jahreseinkommen würde die Bildungsteilzeit für Geringverdiener "leistbarer" werden, hofft Kopf im Gespräch mit der APA. Das AMS könnte sich bei Niedrigqualifizierten an den Kosten der Bildungsmaßnahme beteiligen, um diese Zielgruppe zu erreichen - wenn dies politisch gewünscht sei.

Die derzeitige Bildungskarenz werde stark von Jüngeren und Höherqualifizierten genutzt, die am Arbeitsmarkt ohnehin recht gut positioniert seien. Für das AMS wäre es aber wichtig, dass auch Geringqualifizierte die Angebote nutzen, um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. So könnten Hilfsarbeiter durch die Bildungsteilzeit eine Intensiv-Facharbeiterausbildung machen..