Erstellt am 03. Dezember 2012, 12:20

Biobauern hoffen auf Zuwachs und mehr Förderungen. Schon 2014 könnte sich die Zahl der österreichischen Biobauern deutlich erhöhen, die bewirtschaftete Fläche könnte sich in den nächsten Jahren verdoppeln.

Damit dann noch genug Geld für alle biologisch wirtschaftenden Landwirte zur Verfügung steht, müssten die EU-Förderungen steigen, erinnerte Rudi Vierbauch, Obmann der Bio Austria, am Montag in Wien. Die gesellschaftliche Akzeptanz dafür gäbe es, belegt eine zugleich präsentierte Studie im Auftrag der Bio Austria. Derzeit werden 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen Österreichs biologisch bewirtschaftet. Eine Umfrage von Bio Austria ergab, dass sechs Prozent der konventionellen Bauern "sehr sicher" und 27 Prozent "eventuell", je nach Entwicklung der Rahmenbedingungen, 2014 auf Bio umsteigen wollen. Auch der aktuelle Einstiegsstopp für Biobauern zeige das Potenzial für einen baldigen Anstieg, glaubt Vierbauch.

Derzeit wird in der EU der Finanzrahmen für 2014-2020 verhandelt, darunter auch die Förderungen für die Landwirtschaft. Sollte dabei nicht mehr Geld für Biobauern herausschauen, bekäme die heimische Branche ein Problem: Denn dann müsste ein gleichbleibender Betrag auf mehr Empfänger aufgeteilt werden, jeder einzelne bekäme weniger. "Wer seinen Betrieb umstellen will, sollte das auch können und das sollte in voller Höhe abgegolten werden", forderte Sebastian Herzog, Obmann der Bio Austria Salzburg.

Über konkrete Beträge will Vierbauch noch nicht sprechen. Biobauern erhalten mehr Geld als konventionelle, da gebe es "öffentliches Geld für öffentliche Güter", meint Vierbauch. Der Bio-Topf im Umweltprogramm für die Landwirtschaft (ÖPUL) ist mit rund 100 Mio. Euro gefüllt. Wie das in den nächsten sieben Jahren sein wird ist noch offen, zuletzt drohte aber eher eine Kürzung, zumindest für das Ober-Kapitel im Agrarbudget ("zweite Säule").