Erstellt am 10. September 2013, 09:47

BIP-Wachstum im zweiten Quartal 2013 ausgeblieben. Aus dem erhofften stärksten Wachstum der heimischen Wirtschaft seit einem Jahr ist im zweiten Quartal doch nichts geworden.

Im Zeitraum April bis Juni lag das Bruttoinlandsprodukt real nur um 0,1 Prozent über dem vorhergehenden Vierteljahr, teilte das Wifo am Dienstag zur BIP-Neuberechnung mit. Damit ist Österreich im zweiten Quartal ebenso schwach gewachsen wie im ersten - nämlich kaum. Bereits zum vierten Mal in Folge bewegte sich das Quartalswachstum damit zwischen +0,1 und -0,1 Prozent, also um die Nulllinie. Mitte August war das Wirtschaftsforschungsinstitut in seiner Schnellschätzung noch von 0,2 Prozent Anstieg ausgegangen. Den letzten nennenswerten Zuwachs hatte es mit +0,2 Prozent im 2. Quartal 2012 bzw. +0,4 Prozent im 1. Quartal 2012 gegeben.

Trotz des auch im zweiten Quartal mit 0,1 Prozent nur sehr schwachen Wirtschaftswachstums in Österreich konstatiert das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) bereits eine "Konjunkturwende" in unserem Land, wiewohl die Dynamik noch schwach und die Wachstumsimpulse bisher verhalten seien. Auch in der EU vermehrten sich die Anzeichen für ein Ende der Rezession.

Unterer Konjunkturwendepunkt durchschritten

Der Wifo-Frühindikator stieg im August - nach fünf Monaten der Stagnation - deutlich an, wobei sich der Großteil der Teilkomponenten gegenüber den Vormonaten merklich erhöhte, so das Institut. Die aktuellen Unternehmensumfragen des Wifo im Auftrag der EU-Kommission würden eine Verbesserung der Erwartungen zur künftigen Geschäftslage zeigen.

Österreichs Wirtschaft scheine "den unteren Konjunkturwendepunkt durchschritten" zu haben. Die bisher schleppende Wirtschaftsentwicklung belastet laut Wifo nach wie vor den heimischen Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung wächst zwar, aber anhaltend schwach - verweist das Institut auf das geringe Plus hier von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat -, und die Arbeitslosigkeit steige weiter.