Erstellt am 03. Dezember 2013, 10:27

Bipa büßt an Ertragskraft ein. Die zum Rewe-Konzern zählende Drogeriehandelskette Bipa hat in den vergangenen drei Jahren ein Viertel ihrer Ertragskraft eingebüßt. Der Umsatz ist seit 2010 zwar von 598 auf 641 Mio. Euro um 7,2 Prozent gestiegen, der Vorsteuergewinn dagegen im selben Zeitraum von 36,2 auf 27,6 Mio. Euro gesunken.

Hartlauer und BIPA dementieren Umzugsgerüchte.  |  NOEN
Grund dafür sei der immer schärfere Wettbewerb im Drogeriefachhandel, so Rewe-Sprecherin Ines Schurin zum Blatt. Rückläufigen Preisen stünden deutlich steigende Kosten, vor allem bei den Personalkosten und im Bereich Lager und Transport, gegenüber. 2012 habe zudem eine Abschreibung im Bipa-Auslandsgeschäft und geringeres Zinsergebnis zu Buche geschlagen. Gegensteuern will Bipa durch Investitionen in Neu- und Umbauten sowie in den Onlinehandel und die Personalentwicklung.

"Bipa ist sehr preis-aggressiv unterwegs", zitiert das "WirtschaftsBlatt" Region-Plan-Geschäftsführerin Hanna Bomba-Wilhelmi. Bipa sei in letzter Zeit stark mit den Parfümeriehändlern Douglas und Marionnaud in Konkurrenz getreten und biete Parfümerieartikel zu Kampfpreisen an. Sehr viel sei auch in Werbung und Onlineshops investiert worden, was sich naturgemäß auf die Margen auswirke.