Erstellt am 02. Mai 2012, 13:58

Bis Mitte 2013 Käufer für Kommunalkredit Austria. Für die Kommunalkredit Austria soll in etwas mehr als einem Jahr klar sein, ob und an wen sie verkauft wird. Der Reprivatisierungsprozess ist schon eingeleitet. Laut Vorstandschef Alois Steinbichler ist die allgemeine Erwartungshaltung, dass man "Mitte 2013 ziemlich gut wissen wird, was passiert".

Die Anteile des Staates an der Bank liegen bei der Banken-ÖIAG Fimbag. Die Fimbag hat für die Privatisierung die Beratungsmandate europaweit ausgeschrieben. Der zweistufige Prozess ist laut Steinbichler noch nicht abgeschlossen. Die in der ersten Runde qualifizierten Häuser haben sich jetzt einem weiteren Auswahlverfahren zu stellen.

Auf Fragen, wie aussichtsreich in für Bankenverkäufe so schwierigen Zeiten diese Privatisierung bis 2013 ist, meinte der Kommunalkredit-Vorstand vorweg, dass man ja das gehandelte Objekt sei. "Wir kennen das Marktumfeld, und wir machen hier keine Prognose", sagte Steinbichler. Man werde sich dem Thema ohne mentalen Vorbehalt widmen. Resümieren werde man vielleicht in einem Jahr, wenn man über das Geschäftsjahr 2012 berichte.

Im laufenden Geschäftsjahr 2012 erwartet Steinbichler jedenfalls schwarze Zahlen. Belastende Einmaleffekte wie 2011 - als auch in der "guten Bank" Griechenland-Papiere abgeschrieben werden mussten - seien nicht absehbar.

Schon Montagabend hatte die Kommunalkredit Austria ihre Jahreszahlen publiziert. Wegen der Griechenland-Umschuldung kam es im Wertpapierportfolio zu einer Abschreibung von 176,3 Mio. Euro nach IFRS beziehungsweise 175,8 Mio. Euro nach UGB. Damit lag der Verlust 2011 nach IFRS bei 148,8 Mio. Euro, im AG-Abschluss nach UGB gab es einen Verlust von 119,5 Mio. Euro.

Laut Steinbichler haben die Griechenland-Abschreibungen 2011 ein über Budget liegendes operatives Ergebnis zugedeckt. Der operative Gewinn (Betriebsergebnis) für 2011 wurde mit 29,1 Mio. Euro (IFRS) bzw. 20,7 Mio. Euro im Einzelabschluss ausgewiesen. An Bankensteuer führte die Bank 7,4 Mio. Euro ab.