Erstellt am 09. November 2012, 14:51

Bis September fast 13.000 Insolvenzen. Die Zahl der Insolvenzen in Österreich ist heuer bis September erneut bei fast 13.000 gelegen, bei Firmen gab es ein leichtes Plus, bei Privaten einen geringfügigen Rückgang, geht laut Creditreform aus den endgültigen Daten hervor.

Bei Privaten gibt es gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Insolvenzen in Wien, fast viermal so viel wie im Burgenland. Bei den Gesamtinsolvenzen sank die Anzahl in den ersten drei Quartalen im Jahresabstand um 0,6 Prozent auf 12.774. Dabei erhöhte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 1,6 Prozent auf 4.721, während die Privatinsolvenzen um 1,9 Prozent auf 8.053 zurückgingen.

Neu eröffnet wurden im Firmenbereich 2.666 Insolvenzen (+8,7 Prozent), davon der Großteil Konkursverfahren (2.177, +9,9 Prozent), der Rest Sanierungsverfahren mit (95) bzw. ohne Eigenverwaltung (394). Mangels Vermögen abgewiesen wurden bis Ende September 2.055 Firmen-Insolvenzen (-6,3 Prozent). Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Creditreform-Geschäftsführer Rainer Kubicki mit einem Anstieg der Firmeninsolvenzen (Eröffnungen und Abweisungen) auf über 6.300.

Im Privatbereich waren bis Ende September von den insgesamt 8.053 Insolvenzen 7.258 neu eröffnete Schuldenregulierungsverfahren (-0,2 Prozent), während 795 Insolvenzanträge mangels Vermögen abgewiesen wurden (-15,5 Prozent).

"Im falschen Umgang mit Geld, in Einkommensverschlechterungen sowie im familiären Bereich" liegen laut Creditreform die Hauptursachen für Insolvenzen im Privatbereich. Die durchschnittliche Verschuldung zahlungsunfähig gewordener Privatpersonen blieb stabil bei zirka 80.000 Euro.

Relativ die meisten Privatinsolvenzen gibt es in Wien: In den neun Monaten waren es pro 10.000 Erwachsene insgesamt 23,2 Fälle, gefolgt von Vorarlberg mit 17,7 und Kärnten mit 12,8. Am niedrigsten war die Insolvenzquote Privater mit 6,0 im Burgenland, vor der Steiermark mit 7,0. Im Österreich-Schnitt lag die Quote bei 12,0.