Erstellt am 22. Juni 2011, 14:27

Bischöfe bekräftigen Nein zu Sonntagsöffnung. Österreichs Bischöfe haben sich aufgrund der aktuellen Diskussion abermals gegen längere Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. "Ohne den freien Sonntag wäre das Leben härter, ärmer, trister und unsozialer", hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung nach der Sommervollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell.

Österreichs Bischöfe haben sich aufgrund der aktuellen Diskussion abermals gegen längere Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. "Ohne den freien Sonntag wäre das Leben härter, ärmer, trister und unsozialer", hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung nach der Sommervollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell.

In ihrer Erklärung bekräftigte die Bischofskonferenz unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn ihre Unterstützung für die "Allianz für den freien Sonntag", die vor zehn Jahren in Österreich gegründet wurde. Insbesondere die Gründung einer Europäischen Sonntagsallianz am 20. Juni würdigten die Bischöfe als "weiteren wichtigen Schritt", um den gemeinsamen freien Tag "als Geschenk des Christentums an Europa und die Welt zu festigen".

Für die Christen sei der Sonntag ein "heiliger Tag", insofern er den Tag des Herrn darstelle und an die "gute Schöpfung Gottes" und an die Auferstehung Jesu Christi erinnere. Darüber hinaus sei der freie Sonntag auch "gemeinsames Kulturgut", heißt es weiter in der Erklärung.

Der Handelsbervand, eine freiwillige Interessensvertretung von über 150 Handelsbetrieben, fordert hingegen die "Abschaffung von unsinnigen Verboten" und spricht sich für ein Offenhalten der Geschäfte in Tourismusdestinationen aus, womit er insbesondere die Bundeshauptstadt Wien meint. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl sei in der Sonntagsfrage seit Jahren säumig, dabei hätte er es über seine Verordnungsermächtigung in der Hand. Handelsobmann Fritz Aichinger fordert er auf, "nicht länger auf der Bremse zu stehen".