Erstellt am 16. Juni 2013, 14:21

Blecha-Kritik an Sanierung privater Altersvorsorge. Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha hält die von Finanzministerin Fekter dem Parlament vorgelegte Sanierung der privaten Altersvorsorge für "misslungen".

Statt einer grundsätzlichen Reform der privaten Vorsorge anzugehen, die auch andere Produkte wie Lebensversicherungen umfasse, seien nur kleine kosmetische Operationen vorgenommen worden, kritisierte Blecha am Sonntag.

Private Vorsorge: "20 Prozent gehen als Kosten auf"

Die private Vorsorge sei vor allem zu teuer, sagte Blecha. "Rund 20 Prozent des eingesetzten Kapitals gehen als Kosten für Vertrieb, Werbung und die Gewinne der Versicherungsunternehmen auf." Davon abgesehen seien die Produkte und ihre genauen Leistungen für die Konsumenten kaum durchschaubar.

Nach Ansicht des Konsumentenschutz-Experten des Pensionistenverbandes PVÖ, Harald Glatz, muss der Entwurf überarbeitet werden: Zumindest sei sicherzustellen, dass die Kunden auf frühzeitig wieder aussteigen können. Derzeit seien sie volle zehn Jahre im Vertrag gefangen.