Erstellt am 29. Dezember 2011, 14:42

Börsen 2011 weltweit unter Druck. Für Aktien war 2011 kein gutes Jahr, die Börsen schließen zumeist im Minus. Die Schuldenkrise hatte die Märkte vor allem in der zweiten Jahreshälfte fest im Griff.

Unter den großen Finanzplätze war lediglich der New Yorker Dow Jones im Plus, die meisten europäischen und asiatischen Börsen wiesen eine negative Performance im zweistelligen Prozentbereich auf, Wien lag bei Minus 35 Prozent.

Die Börsen seien generell von der Schuldenkrise betroffen worden, und Märkte mit einer geringeren Marktkapitalisierung relativ stärker unter Druck geraten, sagte Erste-Group-Chefanalyst Friedrich Mostböck zur APA. Liquide Märkte wie die USA oder Großbritannien seien bezüglich einer negativen Performance weniger angreifbar.

Wien sei überproportional unter die Räder gekommen, was vor allem auf die geringe Größe des Marktes zurückzuführen sei. Das Pendel schlage in diesem Falle in beide Richtungen stärker aus. Für manche Schwellenländer und auch Österreich könnte das Pendel heuer auch in die andere Richtung ausschlagen. Die Schuldenkrise wird nach Ansicht von Mostböck auch im kommenden Jahr dominierendes Thema sein und nicht nur auf Europa einschränkend wirken, sondern auch die USA und Großbritannien tangieren. Die Belastungen würden in Summe nach wie vor groß sein.

Angesichts der schlechten Performance im heurigen Jahr meinen viele Experten, dass sich im kommenden Jahr Aktieninvestments nahezu aufdrängten. Die Fundamentaldaten seien vergleichsweise gut, die Bewertungen attraktiv. Die Volatilitäten werden aber weiter hoch erwartet.