Erstellt am 18. August 2011, 18:54

Börsen in Europa und USA stürzen ab - ATX im Minus. Schwarzer Donnerstag an den Börsen in Europa und den USA: Der ATX der Wiener Börse fiel um 5,24 Prozent, der deutsche DAX gar um 5,8 Prozent. Die Kurse in New York, London, Paris, Mailand und Madrid rutschten ebenfalls tief. Auslöser dafür war womöglich eine zu große Verkaufsorder, ein sogenannter "Fat Finger" - ein Tippfehler eines Händlers. Hinzu kamen düstere Prognosen für die Weltwirtschaft.

Schwarzer Donnerstag an den Börsen in Europa und den USA: Der ATX der Wiener Börse fiel um 5,24 Prozent, der deutsche DAX gar um 5,8 Prozent. Die Kurse in New York, London, Paris, Mailand und Madrid rutschten ebenfalls tief. Auslöser dafür war womöglich eine zu große Verkaufsorder, ein sogenannter "Fat Finger" - ein Tippfehler eines Händlers. Hinzu kamen düstere Prognosen für die Weltwirtschaft.

Der Kursrutsch an der Frankfurter Börse war der größte seit dem 1. Dezember 2008, als der Dax um 5,88 Prozent nach unten gerauscht war. Wie in Frankfurt am Main schlossen auch die Börsen in London, Paris, Mailand und Madrid tief im Minus: Die Kurse sackten in London um 4,49 Prozent, in Madrid um 4,70 Prozent, in Paris um 5,48 Prozent und in Mailand um 6,15 Prozent ab. An der Wall Street in New York verlor der Dow Jones zu Handelsbeginn 4,12 Prozent, der Nasdaq 4,89 Prozent.

Betroffen waren vor allem die Werte von Banken. Besonders die Aktie der französischen Großbank Société Générale verlor erneut dramatisch an Wert. Der Kurs der Aktie stürzte in Paris um mehr als zwölf Prozent ab. Bereits am Mittwoch vergangener Woche war der Aktienkurs der französischen Banken, die besonders viele griechische Staatsanleihen besitzen, plötzlich in den Keller gegangen. Die Société Générale verlor nach Gerüchten über einen möglichen Bankrott des Geldinstituts zeitweise mehr als 20 Prozent.

Auslöser für einen ersten Rutsch könnte ein sogenannter "Fat Finger" gewesen sein - der Tippfehler eines Händlers auf der Tastatur. Dies vermutete auch Markus Huber von ETX Capital.

Dazu kamen schlechte Nachrichten aus den USA. Die Investmentbank Morgan Stanley teilte mit, Europa und die USA bewegten sich gefährlich nah am Rande der Rezession. Die zögerliche Reaktion der europäischen Politiker auf die Schuldenkrise und der Streit in den USA um die ausufernde Staatsverschuldung hätten das Vertrauen von Unternehmen und Konsumenten untergraben. Die Bank korrigierte ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für 2011 und 2012 nach unten.

Auch der Euro kam durch die Börsenturbulenzen stark unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung sank bis gegen 18 Uhr auf 1,4307 US-Dollar. Auch die Ölpreise brachen ein. Angesichts der Unsicherheiten stieg hingegen der Goldpreis weiter. Der Preis für eine Feinunze erreichte in London 1.825 Dollar und damit so viel wie noch nie.