Erstellt am 30. Oktober 2011, 11:16

BP kündigt Bezugsverträge bei OMV. Die Österreichtochter des Mineralölkonzerns BP hat ihre Bezugsverträge für Treibstoff bei der OMV-Raffinerie Schwechat gekündigt. Laut dem Wirtschaftsmagazin "trend" will BP um bessere Bedingungen verhandeln oder den Lieferanten ganz wechseln.

Damit könnte Schwechat seinen größten Kunden verlieren. Zudem soll auch noch der italienische Konzern ENI um neue Verträge verhandeln.

Für die OMV-Raffinerie Schwechat wäre der Ausstieg von BP ein echtes Problem, sind die Briten doch neben der OMV selbst der größte Abnehmer in Schwechat, heißt es. So seien in den vergangenen Jahren bis zu 58 Prozent des für andere Marktteilnehmer produzierten Dieselkraftstoffes an BP gegangen.

Gerüchteweise verhandelt auch noch ein zweiter großer Schwechat-Kunde um neue Bedingungen: Der italienische Erdöl- und Energiekonzern ENI hatte 2010 zu seinem Agip-Netz auch die Österreichischen Esso-Stationen übernommen und ist gerade dabei Überkapazitäten abzubauen. Weder der neue BP-Boss Patrick Wendeler, noch die ENI wollen sich im "trend" zu den aktuellen Verhandlungen äußern. Das Statement der OMV: "Es steht selbstverständlich jedem Marktteilnehmer frei, von wo er die benötigten Produkte bezieht."