Erstellt am 24. Juni 2011, 14:07

Buchungen im Tourismus auf hohem Vorjahresniveau. Die österreichischen Beherbergungsbetriebe können bei den Sommerbuchungen das hohe Niveau des Vorjahres aller Voraussicht nach halten. "Ich glaube nicht, dass ein Plus herauskommt, aber wir können zufrieden sein", sagte der Obmann der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, Hans Schenner. Fehlende Zuwächse in der Branche zu beklagen wäre "Jammern auf extrem hohem Niveau".

Die österreichischen Beherbergungsbetriebe können bei den Sommerbuchungen das hohe Niveau des Vorjahres aller Voraussicht nach halten. "Ich glaube nicht, dass ein Plus herauskommt, aber wir können zufrieden sein", sagte der Obmann der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, Hans Schenner. Fehlende Zuwächse in der Branche zu beklagen wäre "Jammern auf extrem hohem Niveau".

Kärnten und Wien rechnen für den Sommer 2011 mit einem leichten Nächtigungsplus. Die steirischen Touristiker wollen die guten Zahlen aus dem Vorjahr heuer halten und hegen bestenfalls Hoffnung auf einen kleinen Zuwachs. Erst 2012 könnten sich wieder größere Sprünge im Beherbergungs- und Gastgewerbe ausgehen. Die Salzburger sind - nach einem schwachen Start in die Sommersaison im Mai - für die verbleibenden Monate "vorsichtig optimistisch". Die Touristiker in Tirol hoffen auf gutes Wetter, jene in Vorarlberg warten sehnsüchtig auf die kurzfristigen Buchungen.

Entspannung zeichnet sich im Sommer 2011 auch bei den Einnahmen ab - die Betriebe können ihre Zimmerpreise laut Schenner heuer tendenziell etwas besser durchsetzen als im Vorjahr. "Es ist wichtig, die Preise, die man sich vorgenommen hat, auch durchzubringen und nicht die Nerven wegzuschmeißen und zu schleudern zu beginnen", so der Tourismusobmann.

Summa summarum dürften die Nächtigungszahlen heuer voraussichtlich halten und die Umsätze steigen, fasste der Branchensprecher zusammen und verwies dabei auch auf eine entsprechende Umfrage der Österreichischen Hoteliervereinigung. Demnach rechnen für den heurigen Sommer 55 Prozent der Befragten in der Top-Hotellerie mit höheren Umsätzen. Im Vorjahr seien die Zimmerpreise in Österreich im Schnitt bestenfalls um 1 bis 2 Prozent angehoben worden, so Schenner.

Der Sommer 2010 war für die österreichische Tourismuswirtschaft der beste seit 15 Jahren gewesen. Die Anzahl der Gäste hatte mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent auf 17,9 Millionen ein Allzeithoch erreicht. Die Zahl der Nächtigungen erhöhte sich laut Statistik Austria gegenüber dem Jahr davor um 1,3 Prozent auf 62,47 Millionen - mehr waren es zuletzt im Jahr 1995 (65,57 Millionen) gewesen. Das beste Sommerergebnis überhaupt erzielten die heimischen Beherbergungsbetriebe 1981 mit 78,28 Millionen Übernachtungen.