Erstellt am 08. Januar 2013, 12:48

Bund nahm über Kapitalmarkt 1,0 Mrd. Euro auf. Die Republik Österreich hat am Dienstag erstmals in diesem Jahr bei einer Auktion frisches Geld vom Kapitalmarkt geholt und konnte dabei abermals von einem günstigen Zinsumfeld profitieren.

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In Summe wurden zwei langlaufende Bundesanleihen über die Märkte um 1,0 Mrd. Euro aufgestockt, weitere 0,1 Mrd. Euro behielt sich die Bundesfinanzagentur ÖBFA wie üblich in den eigenen Büchern. Die Auktion sei sehr gut verlaufen, sagte ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer. Weil es im Vorfeld viel Nachfrage gegeben habe, habe man diesmal auch die im Jänner 2012 begebene 50 Jahre laufende Bundesanleihe aufgestockt. Es sei dies erst die zweite Aufstockung gewesen. Mit 2,82 Prozent konnte heute eine deutlich günstigere Rendite als bei der Erstbegebung erzielt werden. Damals lag sie bei 3,434 Prozent. Die 3,80-Prozent-Bundesanleihe 2012-2062 wurde heute um insgesamt 550 Mio. Euro auf 2,99 Mrd. Euro aufgestockt. Die Anleihe rentiert derzeit am Sekundärmarkt mit 2,74 Prozent.

Die zehnjährige Emission (3,40 Prozent BA 2012-2022/2) wurde heute ebenfalls um in Summe 550 Mio. Euro auf 7,7 Mrd. Euro aufgestockt. Hier betrug die durchschnittliche Rendite 1,838 Prozent. Am Sekundärmarkt rentieren zehnjährige heimische Emissionen derzeit mit 1,865 Prozent.

Im Jänner wird es laut Oberndorfer im Unterschied zu den vergangenen Jahren zu keiner großen syndizierten Anleihenemission kommen, da derzeit keine großen Fälligkeiten anstehen würden. Es werde aber auch in diesem Jahr große Emissionen geben, bei denen neue Papiere aufgemacht werden. Üblicherweise liege dabei das Volumen zwischen 3 und 4 Mrd. Euro. Die nächste reguläre Anleiheauktion finde am 5. Februar statt.

Die Nachfrage auf den Kapitalmärkten nach sicheren Anleihen wie den österreichischen sei nach wie vor sehr gut. Dies auch, weil das Angebot solcher Papiere sinke.