Erstellt am 13. Dezember 2010, 13:29

Bundesheer - 98 Liegenschaften seit 2006 verkauft. Erzielte Verkaufserlöse rund 140,3 Millionen Euro. Die meisten Liegenschaften wurden bislang in NÖ verkauft.

Im Zuge der Bundesheer-Reform sind seit Anfang 2006 bisher 98 Liegenschaften verkauft worden. Die zuständige "Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH" (SIVBEG) erzielte dabei Verkaufserlöse von rund 140,3 Mio. Euro. In ganz Österreich sollen 38 Prozent der Liegenschaften verkauft werden, das Verteidigungsministerium erwartet insgesamt etwa 400 Mio. Euro an Verkaufserlösen.

Bei den 98 verkauften Objekten handelt es sich um die verschiedensten Liegenschaften - etwa Kasernen, Übungsplätze, Munitionslager, Bürogebäude oder Residenzen von Militärattachées im Ausland. Zu den größten Verkäufen zählen die Struber Kaserne in Salzburg (15,5 Mio. Euro), die Berger Kaserne Neusiedl im Burgenland (8,6 Mio. Euro), die Prinz Eugen-Kaserne im niederösterreichischen Stockerau (6,25 Mio. Euro) oder die steirische Kaserne Leoben (5,3 Mio. Euro).

Die meisten Liegenschaften wurden bisher in Niederösterreich verkauft, die 20 Objekte brachten 26,3 Mio. Euro. Jeweils 13 Objekte wurden in Salzburg (36,6 Mio. Euro), Tirol (25,2 Mio. Euro) und Oberösterreich (13,2 Mio. Euro) veräußert. Einen neuen Besitzer fanden weiters 12 Liegenschaften in der Steiermark (9,4 Mio. Euro), elf in Kärnten (13 Mio. Euro) und sieben im Burgenland (9,2 Mio. Euro). Der Verkauf von sieben Residenzen im Ausland, etwa in Berlin, Prag oder Brüssel, brachte insgesamt 5,9 Mio. Euro. Eine Liegenschaft wurde bisher in Vorarlberg um 430.000 Euro verkauft, ebenso eine in Wien um eine Mio. Euro. In der Bundeshauptstadt sollen ja nunmehr bis zu sieben Heeresdienststellen an einen Standort zusammengezogen werden, wie Verteidigungsminister Norbert Darabos angekündigt hat.

Aktuell im Verkauf befinden sich 15 Liegenschaften, darunter auch große Projekte wie die Straub Kaserne in Tirol (Mindestkaufpreis 16,7 Mio. Euro) - diese wartet allerdings schon seit über zwei Jahren auf einen neuen Besitzer. Mit 17,8 Mio. Euro noch höher ist der Mindestpreis für die Kopal Kaserne in St. Pölten - sie war übrigens schon im Jänner 2007 öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben worden.