Erstellt am 22. Dezember 2012, 18:12

Burgenländischer Handel leicht im Plus. In Burgenlands Einkaufszentren waren am letzten Samstag vor Weihnachten tendenziell etwas weniger Kunden unterwegs als zur Mitte der Vorweihnachtssaison. Diese waren dafür jedoch fokussierter und kauffreudiger, so der Tenor der Manager.

Der Handel rechnet für das gesamte Weihnachtsgeschäft mit leicht steigenden Zahlen. Im Einkaufszentrum Oberwart haben sich laut Managerin Alexandra Wieseneder am vierten Einkaufssamstag etwas weniger Kunden eingefunden als etwa am 8. Dezember. Die Leute seien aber weniger hektisch und wüssten genau was sie suchten. Auffällig sei, dass bereits die einzelnen Tage der laufenden Woche übermäßig stark frequentiert gewesen seien, wodurch sich der Samstag nicht mehr besonders stark abhebe.

Vom besten Weihnachtsgeschäft aller Zeiten spricht Centermanager Mario Schwann im Designer Outlet Parndorf. Auch wenn der letzte Einkaufssamstag nicht ganz an den starken 8. Dezember heranreiche, könne man jetzt schon hochzufrieden mit der Geschäftsentwicklung sein. Vor allem die langen Freitagöffnungszeiten bis 21.00 Uhr hätten zu dem guten Ergebnis beigetragen. Neben Kunden aus dem Einzugsgebiet im Nordburgenland, Niederösterreich, Wien und den östlichen Nachbarländern beobachte man im Designer Outlett Parndorf in diesem Jahr einen verstärkten Zustrom von weit angereisten Touristen, etwa aus Asien oder Russland. "Diese Leute sind meist auf Wien-Urlaub hier, und ein Besuch in Parndorf gehört bei vielen mittlerweile zum Fixpunkt ihres Reiseprogramms", so Schwann.

Als stärkster Tag stellte sich der letzte Einkaufssamstag hingegen im EZ Eisenstadt heraus. Bereits um 08.00 Uhr früh seien die Parkplätze voll gewesen, sagte Centermanagerin Karin Perger. Vor allem Geschäfte mit Schmuck und Textilien wären gegen Ende der Saison gut besucht gewesen. Mit konkreteren Zahlen kann Harald Zink, Handels-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Burgenland, aufwarten. Es sehe derzeit so aus, als ob Parfümerien und der Schuhhandel im Vergleich zum vergangenen Weihnachtsgeschäft besonders gut liefen. Hier zeichne sich ein Plus von bis zu sieben Prozent ab.

Stagnation gebe es dagegen bei Spielwaren, Buch und Papier. Diese hätten aber bereits im vergangenen Jahr eine überdurchschnittliche Steigerung erfahren, relativiert Zink. Insgesamt rechne die Wirtschaftskammer Burgenland mit bis zu zwei Prozent Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum vorjährigen Weihnachtsgeschäft. Genaues könne man aber erst nach dem 24. Dezember sagen, denn immerhin mache der nachweihnachtliche Umsatz rund 20 bis 25 Prozent des Weihnachtsgeschäftes aus.