Erstellt am 13. Januar 2015, 12:08

von APA/Red

Adaptierte Richtlinien zur Wirtschaftsförderung. Im Burgenland stehen in der EU-Finanzperiode bis 2020 rund 750 Mio. Euro Fördermittel durch EU, Bund und Land zur Verfügung. Aufgrund von Neuerungen im EU-Beihilferecht wurden auch die Richtlinien für die Wirtschaftsförderung adaptiert.

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Pro Jahr stehen aus Landesmitteln vier Mio. Euro für Wirtschaftsförderung bereit, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) am Dienstag in Eisenstadt.

Die Richtlinien für Investitionsbeihilfen in Gewerbe und Industrie sowie bezüglich der Beihilfen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben waren ursprünglich bis 2014 befristet. Sie wurden per Beschluss der Landesregierung bis zum Ende der Förderperiode 2020 verlängert, erläuterte Steindl.

Zu den Neuerungen zähle unter anderem, dass die Antragstellung vor Projektbeginn erfolgen müsse. Zudem müssen Förderwerber dies angeben, wenn sie auch Bundessubventionen erhalten. Im Bereich der Investitionsbeihilfe stünden aus dem EFRE-Programm zwölf Mio. Euro bereit, berichtete der Wirtschaftsreferent. Bei den Beihilfen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben seien rund vier Mio. Euro aus dem Additionalitätsprogramm vorgesehen.

Beide Förderaktionen werden über die Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) abgewickelt. Der Fördersatz betrage grundsätzlich bis zu 20 Prozent. Eine Anhebung auf bis zu 50 Prozent, etwa bei industrieller Forschung, sei möglich, erklärte der Landeshauptmannstellvertreter. Weitere Richtlinien, die unter anderem die Förderung innovativer Projekte sowie den Bereich Aus-und Weiterbildung beträfen, seien in Vorbereitung.

Bewilligung von Förderprojekten binnen zwei Monaten

Wenn die Unterlagen bei der Beantragung einer Förderung vollständig seien, könne man davon ausgehen, dass es innerhalb von rund zwei Monaten eine Bewilligung gibt, so der Landeshauptmannstellvertreter. Die Auszahlung sei vom Projektfortschritt abhängig, auch Teilabrechnungen seien möglich, erläuterte WiBAG-Prokuristin Sigrid Hajek.

Von den rund 750 Mio. Euro an Förderungen, die im Burgenland bis 2020 zur Verfügung stehen, kommen 383 Mio. von der EU. Den Rest bringen Bund und Land auf. Mit den Fördertöpfen sei man bis 2020 "bestens aufgestellt", sagte Steindl.