Erstellt am 28. Mai 2013, 13:45

Burgenland behält "AA+"-Rating bei S&P. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Burgenlandes mit der Bewertung "AA+" bei langfristigen Krediten und "A1+" für kurzfristige Schulden bestätigt.

Der Ausblick sei derzeit stabil, so S&P-Kreditanalyst Thomas Fischinger am Dienstag vor Journalisten in Eisenstadt.

Zu den Stärken des Burgenlandes zählten neben dem für die Bundesländer - etwa durch den Finanzausgleich - generell sehr stabilen Rahmen auch die "sehr solide Haushaltsentwicklung" mit sinkender Netto-Neuverschuldung, erläuterte Fischinger.

Bei S&P gehe man davon aus, dass es gelingen werde, bis 2015 ausgeglichene Haushaltsergebnisse zu erreichen. "Dieses Ziel sehen wir als realistisch, aber auch teilweise als ein bisschen wenig ambitioniert an", meinte der Analyst. Eine weitere Stärke seien die mit 27 Prozent der Einnahmen im internationalen Vergleich "sehr niedrige" haushaltsabhängige Verschuldung.

Schwächen ortet S&P beim relativ niedrigen Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf sowie bei großvolumigen Bürgschaften für ausgegliederte Landesunternehmen, wo zukünftig ein "gewisses Risiko" für das Land entstehen könnte.

Der Bericht bestätige die Finanzpolitik des Landes, erklärte Finanzlandesrat Helmut Bieler (S). Zur Anregung, ambitionierter an den Schuldenabbau heranzugehen, meinte Bieler, dasBurgenland wolle den Konsolidierungskurs auf jeden Fall fortsetzen. Es sei aber auch notwendig, zu investieren. Mit einer Investitionsquote von rund 20 Prozent des Budgets wolle man einen sinnvollen Mittelweg gehen.

Standard & Poor's ratet weltweit etwa 300 Gebietskörperschaften. Davon seien etwa 30 im Bereich AAA oder AA+ bewertet, so Fischinger.