Erstellt am 19. Oktober 2016, 12:49

von APA/Red

Erste Weinernte-Bilanz fällt negativ aus. Wie eine erste Bilanz zeigt, hat die Weinwirtschaft im Burgenland heuer mit teils massiven Ausfällen zu kämpfen. Der Ertrag sei landesweit um 50 bis 60 Prozent geringer als im Schnitt, erklärte Wein-Burgenland-Obmann Matthias Siess am Mittwoch in Eisenstadt.

Symbolbild  |  APA (dpa)

Man rechne laut Siess heuer mit 300.000 Hektolitern Wein, der Durchschnitt liege bei 650.000 Hektolitern. Die Qualität würde aber passen.

Beim Rotwein sei der Ernteausfall weniger akut, da durch die lange Reifezeit der Weine zurzeit die 2014er und 2013er Jahrgänge verkauft würden. Beim Weißwein sei die Situation vom jeweiligen Gebiet abhängig. Im Seewinkel und im Südburgenland hätten Winzer beispielsweise mit Ausfällen von bis zu 95 Prozent zu kämpfen, bedingt durch den flächendeckenden Frost im heurigen Frühjahr.

Auf den Weinpreis habe dies wenig Auswirkung, so der Präsident des burgenländischen Weinbauverbandes, Andreas Liegenfeld: "Der Wein wird nicht dramatisch teurer." Eine Steigerung gebe es nur beim Traubenpreis. Dieser sei bei Weißwein auf fast das Doppelte gestiegen, bei Rotwein um etwas mehr als die Hälfte.

Die Qualität des Weins sei durch den schönen Sommer und Herbst gerettet worden, so Siess. Die heurigen Weißweine seien klar und fruchtig, die Rotweine tief und dunkel.