Erstellt am 03. Februar 2011, 17:56

Burgenland Tourismus Bilanz 2010: Mehr Gäste, die aber kürzer blieben. Seit sechs Jahren steigt im Burgenland laut Tourismuslandesrätin Michaela Resetar (V) die Zahl der Nächtigungen kontinuierlich.

Das Hotel der St. Martins Therme soll in Zukunft ausgebaut werden: mit familienfreundlichen Appartments im typischen Lodge-Charakter.  |  NOEN
Auch 2010 kamen rund 2,9 Mio. Gästen und somit um 44.050 Menschen (plus 1,5 Prozent) mehr ins östlichste Bundesland, bilanzierte Landeshauptmann Hans Niessl (S) bei einer Pressekonferenz des Burgenland Tourismus am Donnerstag in Eisenstadt. Einen Wermutstropfen habe man allerdings zu verzeichnen: Der Durchschnittsaufenthalt ist im Vorjahr von 3,2 auf 3,1 Tage gesunken.

Es sei "das beste Ergebnis in der Geschichte des Burgenlands", so Niessl auch im Hinblick auf das Plus bei den Ankünften. Diese stiegen im Vergleich zu 2009 um 5,1 Prozent auf mehr als 930.000. Einen "kleinen Hänger" habe es zwar im Dezember bei den Nächtigungen gegeben, dieser sei allerdings auf geschlossene Betriebe zurückzuführen, die in den letzten Wochen des Jahres umgebaut und "kräftig investiert" haben.

Investiert wurde in den vergangenen Monaten auch in die Zukunft des heimischen Tourismus: Eine Unternehmensberatungsfirma wurde beauftragt, ein "Leitbild 2015" zu erstellen, das am Donnerstag im Anschluss an die Bilanz präsentiert wurde. Die "Tourismusstrategie 2015" beinhaltet fünf verschiedene Handlungsfelder, erklärte Wolfgang Sovis von der Unternehmensberatung Walter Sovis. Diese seien "Angebotsentwicklung, Technologie und Wissen, Organisationsentwicklung, Tourismuswahrnehmung sowie Markenmanagement".

In den kommenden Monaten soll die Strategie in den Betrieben implementiert werden, erläuterte Burgenland Tourismus-Direktor Mario Baier. Gegliedert ist diese Strategie in fünf Themensäulen, nämlich Wein und Kulinarik, Natur, Gesundheit, Kultur und Sport. Ab etwa Anfang März werde in "zwei, drei Monaten" das neue Leitbild an alle Tourismusorganisationen und Betriebe kommuniziert, so Baier.