Erstellt am 04. November 2015, 04:57

Burgenlands Wirtschaft: Signale werden gefordert. Vonseiten der Industrie sieht man eine Stagnation – eine Studie der Bank Austria prognostiziert Wachstum. Einig ist man sich bei der Arbeitslosigkeit: Die wächst.

Rückgang. Laut einer Studie kam es zu starken Einbrüchen in der Bankbranche.  |  NOEN, Foto: Müllner
„Stagnation bei der Industrie“, und „Burgenland über dem Österreichdurchschnitt“, so lauten die Aufmacher zu zwei Studien, die das Burgenland durchleuchten. Eher trüb sieht die Industriellenvereinigung (IV) die Wirtschaftslage.

„Es gibt kaum Unterschiede zum Vorquartal und die Stimmung in den Führungsetagen ist nicht gut“, so IV Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl über die Situation in den Unternehmen. Anlass zur Sorge gibt, dass der Trend beim Mitarbeiterstand nach unten weist. Kein Unternehmen rechnet mit einer steigenden Mitarbeiteranzahl.

Wirtschaftswachstum über Bundesdurchschnitt

Eine Studie der Bank Austria zeigt auf, dass das Wirtschaftswachstum im Burgenland im Vergleich zu den anderen Bundesländern über dem Durchschnitt liegt. Die Studie zeigt auch auf, dass mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist. Ein Bremsklotz sei die Baubranche. Laut der Bank Austria-Studie kam es am Bau im Burgenland zu den stärksten Auftragseinbrüchen. Das Burgenland hatte 2013 einen Einpendler-Anteil, gemessen an den unselbstständig Erwerbstägigen, von 16,6 Prozent.

„Damit die Wertschöpfung bei der Kundschaft im Land bleibt, sollten auch heimische Arbeitnehmer beschäftigt werden“, appelliert Robert Hergovich (SPÖ).

Ingrid Puschautz-Meidl von der IV fordert wiederum von der Politik: „Die Industrie braucht endlich Signale für die Entlastung der Wirtschaft in Form einer Senkung der Lohnnebenkosten, welche auch merklich spürbar ist.“