Erstellt am 05. Februar 2013, 14:52

BWB lobt Spritpreiskorridor vor Reisewochenenden. Die Benzinpreissprünge vor Reisewochenenden haben im Vorjahr für Unmut gesorgt. In der Folge hat Wirtschaftsminister Mitterlehner einen sogenannten Spritpreiskorridor erlassen.

Über Fronleichnam und an zwei Sommerwochenenden mussten die Treibstoffpreise eingefroren werden. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat nun einen "positiven Effekt auf das Preisniveau an Österreichs Tankstellen" ausgemacht. Groß war der errechnete Effekt mit 111.700 Euro aber nicht. "Dieser Betrag mag im Verhältnis zur umgesetzten Menge als relativ gering erscheinen. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die Spritpreiskorridore weiter dazu beigetragen haben, die Mineralölkonzerne dahingehend zu disziplinieren, Zapfsäulenpreise stärker an Produktpreisnotierungen zu binden", konstatiert die BWB.

Autofahrerklubs, die lange für den Korridor gekämpft hatten, haben voriges Jahr ganz andere Zahlen vorgelegt: Allein am letzten Juniwochenende sollen sich Autofahrer nach ARBÖ-Rechnung vier Millionen Euro beim Tanken erspart haben. Ohne die Verordnung wäre Benzin und Diesel an den Wochenenden "möglicherweise" teurer gewesen, meinen jetzt die Wettbewerbshüter. "Durch die klare Regelung wird nicht nur einer Erhöhung der Preise an Reisewochenenden vorgebeugt, sondern auch Preissicherheit für die Konsumenten geboten", so BWB-Chef Theodor Thanner.

Wirtschaftsminister Mitterlehner sieht sich dadurch jedenfalls bestätigt. Die Verordnung habe "für die Autofahrer mehr Fairness und Transparenz beim Preisvergleich gebracht", teilte er mit. Ob es auch heuer wieder einen Korridor geben wird, ist noch offen. Vor einer Entscheidung über eine eventuelle Verlängerung der Verordnung werde das Wirtschaftsministerium Gespräche mit den Autofahrerklubs und der Mineralölbranche führen. Voriges Jahr durften Tankstellenbetreiber an den drei reiseintensiven Wochenenden die Preise nicht verändern. Dieser Fixpreis galt dann bis Sonntagmitternacht. Kritiker warfen ein, dass die Preise während des Korridors nicht nur nicht erhöht, sondern auch nicht gesenkt werden durften.