Erstellt am 21. Juni 2011, 13:22

BZÖ sieht durch Sonntagsöffnung 20.000 neue Jobs. Das BZÖ beteiligt sich an der Diskussion über das Offenhalten von Geschäften an Sonntagen nun mit einem eigenen Drei-Punkte-Vorschlag, den BZÖ-Obmann Bucher am Dienstag gemeinsam mit dem früheren Rewe-Chef Veit Schalle in Wien präsentiert hat. Dieser Plan sieht eine Ausweitung der Öffnungszeiten vor und würde nach Schalles Berechnungen 20.000 neue Arbeitsplätze bringen.

Das BZÖ beteiligt sich an der Diskussion über das Offenhalten von Geschäften an Sonntagen nun mit einem eigenen Drei-Punkte-Vorschlag, den BZÖ-Obmann Bucher am Dienstag gemeinsam mit dem früheren Rewe-Chef Veit Schalle in Wien präsentiert hat. Dieser Plan sieht eine Ausweitung der Öffnungszeiten vor und würde nach Schalles Berechnungen 20.000 neue Arbeitsplätze bringen.

Die derzeit geltenden Regelungen der Ladenöffnungszeiten seien durch viele Ausnahmen für Konsumenten unübersichtlich und nicht marktkonform, kritisierte Bucher. Das BZÖ fordert, dass künftig in einer Testphase von drei Jahren alle Geschäfte von Montag bis Samstag, jeweils von 6 bis 22 Uhr offenhalten dürfen, insgesamt an 96 Stunden pro Woche.

Das BZÖ bekenne sich zum arbeitsfreien Sonntag "als Tag der Ruhe, der Familie und des Vereinslebens", sagte Bucher. Aber es solle die Möglichkeit für alle Betriebe geben, an sechs frei wählbaren Sonntagen im Jahr offen zu halten. Zusätzlich sollen in allen Tourismusregionen die Geschäfte auch jeden Sonntag von 14 bis 19 Uhr offen bleiben dürfen, auch in der Wiener Innenstadt.

"Mir tut das Herz weh, wenn ich am Sonntag durch die Wiener Innenstadt gehe und es ist alles voll, aber die Geschäfte sind zu", sagte Schalle. Durch die Verlängerung der Öffnungszeiten würden 20.000 neue Jobs entstehen und auch ein Kaufkraftabfluss könnte vermindert werden, meint Schalle.

Strikt gegen eine Sonntagsöffnung ist die FPÖ, deren Sozialsprecher Herbert Kickl den "Turbokapitalismus" geißelte und gleichzeitig in Frage stellte, ob sich eine Sonntagsöffnung für die Geschäfte überhaupt auszahlen würde. Der Jugendvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp, Peter Pick, zitierte eine Befragung, wonach 94,5 Prozent der Wiener Handelslehrlinge nicht am Sonntag arbeiten wollten.