Erstellt am 31. August 2012, 10:18

Casinos-Tochter CAI reduzierte Verlust im Halbjahr. Der harte Sanierungskurs beim Casinos-Austria-Sorgenkind CAI trägt erste Früchte. Im ersten Halbjahr 2012 reduzierte die Auslandstochter des österreichischen Glücksspielkonzerns ihren Verlust auf 7,3 Mio. Euro nach 30,7 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Umsatz stieg leicht um 2,3 Prozent auf 117,3 Mio. Euro.

Im Hauptsegment Casinos machten der CAI allerdings nach wie vor die Problembetriebe in Brüssel und Hannover sowie die europäische Schuldenkrise zu schaffen, die Nettospielerträge schrumpften und auch das Segmentsergebnis rutschte tiefer ins Minus. 2013 soll die CAI wieder dann wieder schwarze Zahlen schreiben, bekräftigte Konzernchef Karl Stoss am Freitag. Er will auch im zweiten Halbjahr 2012 weiter auf die Kostenbremse steigen.

Im Jahr 2011 hatten die Casinos Austria im Ausland einen Rekordverlust von über 54 Mio. Euro gebaut, ein guter Teil war durch die Griechenland-Beteiligung Loutraki verschuldet, den die CAI auf einen Bruchteil seines ursprünglichen Wertes abschreiben musste.

Heuer geht es ertragsmäßig bergauf, wenngleich die CAI auch operativ noch in den roten Zahlen steckt. Das betriebliche Ergebnis vor Restrukturierung und Wertminderung belief sich in den ersten sechs Monaten auf -2,1 Mio. Euro, das Betriebsergebnis auf -2,7 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis auf -9,8 Mio. Euro, geht aus dem Finanzbericht hervor. Wegen höherer Gewinnausschüttungen gingen die Bruttospielerträge auf 99 Mio. Euro zurück, die Nettospielerträge kamen bei 65,1 Mio. Euro zu liegen.

Im größten Geschäftsfeld Casinos rollt die Kugel noch immer nicht so ganz. Zweistellige Zuwächse in Chile und Argentinien konnten die Einbußen in Europa nicht wettmachen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im ersten Halbjahr 2.962, in der Vorjahresperiode waren es noch 3.262.