Erstellt am 02. Juli 2013, 16:33

dayli-Chef dementiert Geldwäscheverdacht. dayli-Chef Rudolf Haberleitner weist aufs schärfste zurück, dass gegen ihn wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt wird, wie er am Dienstag sagte.

"Das ist eine Ente, die uns derart schadet. Es ist skandalös", so Haberleitner. Dass er und sein Team in Italien von vermeintlichen Geschäftspartnern um eine Million Euro geprellt worden ist, bestätigte Haberleitner indes. "Sowohl in Udine als auch in Linz hat die Polizei bestätigt, dass das nicht stimmt", erklärte Haberleitner. Die italienische Polizei in Udine bestätigte, dass Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche im Gange seien, die jedoch nicht direkt den österreichischen Unternehmer betreffen. Man versuche derzeit anhand von Videoaufnahmen zu klären, mit wem sich Haberleitner getroffen habe, berichtete Massimiliano Ortoloan, Chef der mobilen Polizeieinheit aus Udine.

Den Termin mit einem angeblichen Firmen-Chef zweier großer Unternehmen in der Lombardei hatte ein Freund von Haberleitner eingefädelt. Der wollte 25 Mio. Euro in die Drogeriemarktkette stecken, wollte aber einen Vorschuss von einer Million Euro für die Abwicklung des Geschäfts. Es dürfte sich jedoch um einen Hochstapler gehandelt haben, der den Namen eines anderen Unternehmers benutzte, so Ortolan. Davor habe sich Haberleitner auch in der Provinz Venedig mit dem vermeintlichen italienischen Unternehmer getroffen.

Ortolan berichtete, dass Kontakte mit der Wiener Polizei aufgenommen worden seien, um mehrere Aspekte des Falls zu klären. Die Polizei in Udine will vor allem klären, wer für Haberleitner den Termin in Udine organisiert habe. "Es handelt sich bestimmt um einen Fall, in dem mehrere Profis am Werk sind", meinte Ortolan. Auch in Österreich könnte Haberleitner Auftrag der italienischen Behörden befragt werden.

Wie es mit der Drogeriekette dayli weiter geht, dazu äußerte sich Haberleitner auf Anfrage nicht. Der Firmenchef engagierte einen PR-Berater, der noch heute Auskunft geben will, ob dayli nun einen Insolvenzantrag stellt oder die nötige Geldspritze bekommt.