Erstellt am 27. August 2013, 09:41

Dayli-Mitarbeiter bekommen nun ihre Gehälter. Am heutigen Dienstag beginn der Insolvenzentgeltfonds mit der Auszahlung der Gehälter für die 3.500 Mitarbeiter der insolventen Drogeriekette dayli.

Das hat Sozialminister Hundstorfer am Dienstag im ORF-"Morgenjournal" angekündigt. Zwei Tage später soll mit der Überweisung der Gehälter an die Mitarbeiter des zweiten Pleitebetriebes Alpine begonnen werden. In einem ersten Schritt werden Löhne und Gehälter bezahlt, die den ehemaligen Mitarbeitern noch zustehen. Bei diesen Entgeltansprüchen handle es sich bei daily um 5,8 Mio. Euro, bei der Alpine um rund 19 Mio. Euro, sagte Hundstorfer. Dazu kommen noch Kündigungsentschädigungen, Abfertigungen und Urlaubsentschädigungen, die in einem zweiten Schritt Anfang Oktober ausgezahlt werden.

Lohnauszahlungen auch bei Alpine

Auch bei Alpine werden zunächst die Löhne und Gehälter gezahlt, Anfang Oktober folgen Kündigungsentschädigungen, Abfertigungen und Urlaubsentschädigungen. 1.500 frühere Alpine-Mitarbeiter erhalten ihr Geld ab Donnerstag, die restlichen 3.400 ab kommender Woche. Grund für die gestaffelte Auszahlung sei die komplizierte Abrechnung bei den Alpine-Mitarbeitern, teilte der Minister mit.

Dem Sozialminister zufolge haben bereits drei von vier früheren Alpine-Mitarbeitern einen Job gefunden. Mit Stichtag 10. August hätten 3.612 von 4.835 Personen ein neues Beschäftigungsverhältnis gehabt - das sind 74,7 Prozent.

Insgesamt wird der Insolvenzentgeltfonds durch die Pleiten von dayli und Alpine mit 108 Mio. Euro belastet. "Das wird sich knapp ausgehen", sagte der Sozialminister. Der Insolvenzentgeltfonds rutsche nicht ins Minus, "aber das Plus ist ein sehr, sehr minimalistisches."