Erstellt am 20. April 2012, 12:27

Debatte um hohe Spritpreise und Regulierung. In der aktuell hitzigen Debatte um hohe Spritpreise weist der Mineralölverband einmal mehr darauf hin, dass Österreich im Vergleich zu anderen Ländern der EU noch glimpflich davon kommt.

Nach Angaben des Verbands liegen die Preise für Super Benzin in dieser Woche um 16,3 Cent und für Diesel um 8,1 Cent unter dem EU-Durchschnitt.

Der Autofahrerclub ÖAMTC fordert angesichts sinkender Ölpreise auch eine Preisreduzierung an den Zapfsäulen. "Anstatt die günstigeren Ölpreise an die Kunden weiterzugeben, steigen die Preise weiter ins Unermessliche", poltert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau.

Ein Preiskorridor, wie er derzeit von Wirtschaftsminister Mitterlehner rund um Reisewellen angedacht ist, würde nach Ansicht des Mineralölverbandes den Wettbewerb stören und so zu höheren Spritpreisen führen. "Wer die in den vergangenen Tagen oft zitierten Preisregulierungssysteme von Luxemburg und Slowenien auf Österreich umlegt, wird schnell feststellen, dass diese Modelle zu höheren Preisen und zur Beeinträchtigung des Wettbewerbes führen können", so der Verband.

Fakt sei, dass der Wettbewerb in beiden Ländern de facto ausgeschaltet wurde. In Slowenien würden alle Betreiber den möglichen Höchstpreis übernehmen, was zu einem Ende der freien Marktwirtschaft im Tankstellensektor geführt habe. In Luxemburg lägen die Kraftstoffpreise nur deshalb unter jenen in Österreich, weil die Steuersätze sowohl bei der Mineralölsteuer als auch bei der Umsatzsteuer geringer ausfallen.