Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

Der Baum aus der Region. Heimische Christbaumproduktion /  „Frische ist etwas Wichtiges, daher ist Regionalität ein bedeutendes Thema“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Stefan Hautzinger.

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Christbaumkauf als persönliches Erlebnis, bei dem der Baum in der Kultur selbst ausgesucht und geschnitten werden kann, beste fachliche Beratung, Service (wie Zuspitzen oder Einnetzen) und vor allem garantierte Frische aufgrund der Ernte erst kurz vor dem Verkauf: Dies alles sind laut Landwirtschaft die Vorteile, die ein Christbaum aus heimischer Produktion mit sich bringt.

„Wer sich für einen heimischen Christbaum entscheidet, entscheidet sich für Klimaschutz, da lange Transportwege vermieden werden, und er entscheidet sich für Wertschöpfung, die in der Region bleibt“, betont Landwirtschaftskammer- Präsident Franz Stefan Hautzinger. Der Verkauf bei den heimischen Christbaumproduzenten hat nun begonnen. „Es sind viele Arbeitsschritte nötig, bis aus einem Samenkorn ein Traum- Christbaum wird. Der Spruch ,Am besten hat’s die Forstpartie, die Bäume wachsen ohne sie‘ gehört ins Buch der Scherze.“

Begehrt: 68.000  Bäume pro Jahr

Im Burgenland beschäftigen sich rund 50 Voll- und Nebenerwerbslandwirte mit der Christbaumproduktion, die gesamte Christbaumfläche liegt bei rund 200 Hektar. Pro Jahr werden im Burgenland rund 68.000 Christbäume verkauft und damit eine Wertschöpfung von rund 1,65 Millionen Euro erzielt. „Trotz der Spätfrostschäden und europaweiten Mangels werden unsere Christbaumbauern den Bedarf abdecken können“, betont Landesrat Andreas Liegenfeld.

Damit man lange Freude am Baum hat, empfehlen Obfrau Maria Sommer und Geschäftsführer Herbert Gerencser vom „Verein Burgenländischer Qualitätschristbaum“, die Bäume Anfang Dezember schneiden zu lassen, diese kühl im Freien zu lagern sowie beim Aufstellen den Stamm nochmals ein paar Zentimeter abzuschneiden und den Baum ins Wasser zu stellen.