Erstellt am 06. März 2012, 15:34

Der Winter und seine Frostschäden. Im Burgenland ist die Wintersaison, was Frostschäden im Straßennetz betrifft, bisher durchschnittlich verlaufen. Lediglich auf Bergstraßen im niederrangigen Bereich wurden in einzelnen Abschnitten Schäden in größerem Ausmaß festgestellt, hieß es aus den beiden Bau- und Betriebsdienstleistungszentren.

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Rund 1.860 Fahrstreifenkilometer in vier Bezirken umfasst der Zuständigkeitsbereich des Bau- und Betriebsdienstleistungszentrums Nord (BBN) mit seinen acht Straßenmeistereien. Bei der Beseitigung von Einzelrissen rechne man grob geschätzt mit Ausgaben von rund 110.000 Euro, bei Flächensanierungen mit Spritzdecken mit etwa 80.000 Euro, so der Leiter des BBN, Alexander Knaak. Dazu komme noch ein Eigenregieanteil - beispielsweise für Löhne und Treibstoff - von etwa 30.000 Euro.

Aus derzeitiger Sicht gebe es keine Auffälligkeiten im Vergleich zu einem durchschnittlichen Jahr, so Erwin Pausz, der Leiter des Betriebsdienstleistungszentrums Süd (BBS). Ein Problem sei generell die Abfolge von Frost- und Tauperioden: "Das ist das Schlechteste, was einer Straße passieren kann."

Rund 1.800 Kilometer Fahrbahnen gilt es in den drei südlichen Bezirken des Landes - von Oberwart bis Jennersdorf - zu betreuen. Einzelne Risse werden saniert, indem man sie ausfräst und anschließend vergießt, erläuterte Pausz. Beim Zusammentreffen mehrerer Risse wird eine Bitumenemulsion aufgespritzt und diese anschließend mit Splitt abgedeckt. Im Mittel der vergangenen drei Jahre seien für die Fahrbahnsanierungen nach Frostschäden Kosten von rund 160.000 Euro angefallen.

In der Landeshauptstadt Eisenstadt rechnet man mit etwas weniger Frostschäden als sonst, da sich die Kälteperiode auf eine kurze Zeit begrenzte. Derzeit würden die Straßen abgefahren und grobe Schlaglöcher saniert. Ende März soll dann mit großflächigen Sanierungen begonnen werden, so Alfred Schlögl von den Wirtschaftsbetrieben.