Erstellt am 02. August 2011, 18:09

Deutsche Fluglotsen wollen am Donnerstag streiken. Mitten in der Ferienzeit drohen Streiks den Flugverkehr in Deutschland lahmzulegen. Die Fluglotsen wollen am Donnerstag von 6.00 bis 12.00 Uhr die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Dienstag mitteilte. Davon könnten 2.500 Flüge betroffen sein.

Mitten in der Ferienzeit drohen Streiks den Flugverkehr in Deutschland lahmzulegen. Die Fluglotsen wollen am Donnerstag von 6.00 bis 12.00 Uhr die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Dienstag mitteilte. Davon könnten 2.500 Flüge betroffen sein. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) teilte mit, sie werde "einen einstweiligen Rechtsschutz beantragen".

Die DFS kann jederzeit einseitig die Schlichtung anrufen, die einen Arbeitskampf zwingend um Wochen hinauszögern würde. Das am Wochenende von der DFS vorgelegte verbesserte Tarifangebot sei "nicht verhandelbar", kritisierte die Gewerkschaft. Die Fluglotsen haben eine Gehaltserhöhung um 6,5 Prozent über zwölf Monate verlangt und stellen einige Zusatzforderungen. Das Unternehmen bietet eine Erhöhung der Tarifgehälter ab 1. August um jeweils 3,2 Prozent plus eine sofortige Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent des Bruttojahresgehalts. Ab 1. November 2012 würden die Gehälter danach um weitere zwei Prozent, mindestens aber in Höhe der Inflationsrate steigen.

Die Lufthansa kritisierte die Streikankündigung. "Wir appellieren nachdrücklich an die Tarifparteien, den Konflikt nicht auf dem Rücken der Passagiere auszutragen", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Der Konzern werde sich auf die Arbeitsniederlegung entsprechend vorbereiten.

In Deutschland arbeiten nach GdF-Angaben etwa 5.500 Beschäftigte bei der Flugsicherung, davon 2.400 Fluglotsen. Die Gewerkschaft vertritt rund 3.200 Mitarbeiter. In einer Urabstimmung hatten 96 Prozent der Mitglieder für eine Arbeitsniederlegung gestimmt.