Erstellt am 03. Juli 2013, 00:00

Die Folgen der Pleite. Insolvenzstatistik / Weniger Firmen- und viele Privatkonkurse im Burgenland. Auswirkungen der Alpine-Pleite sind bereits spürbar.

Die aktuelle Insolvenzstatistik des Kreditschutzverbandes 1870 zeigt, dass die Zahl der Firmenpleiten im Burgenland im ersten Halbjahr 2013 um 12,5 Prozent gesunken ist.

Dafür gab es einen leichten Anstieg der Privatkonkurse: Mit 91 Fällen wurden um drei mehr als im Vorjahr verzeichnet. Betroffen sind vor allem Selbständige sowie Menschen, die ihren Job und damit ihr Einkommen verlieren. Österreichweit sind heuer bislang 18.000 Arbeitnehmer in Firmen beschäftigt, die Konkurs anmelden mussten. Allein bis zu 5.000 davon zählen zum Bauriesen Alpine.

Alpine: „Prominente“ Baustellen im Land 

Der Konkurs des zweitgrößten Bau-Unternehmens Österreichs hat auch die Schulden-Gesamtsumme aller insolventen Firmen um fast das Dreifache auf 3,8 Milliarden Euro gesteigert. Während das Konjunkturpaket des Bundes und regionale Lösungen den Alpine-Crash abfedern sollen, gibt es auch im Burgenland „prominente“ Baustellen, die betroffen sind.

Der Umbau der Kreuzung zwischen S31 und B50 in Eisenstadt steht bis auf Weiteres still. Beim Ausbau der Kaserne Güssing sind ebenfalls noch Leistungen im Wert von rund 1,5 Millionen Euro offen.