Erstellt am 20. Dezember 2011, 15:13

Die Kunden sind "krisenfest". HANDEL / Die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts ist laut Wirtschaftskammer rück-läufig. Mit den Zahlen und der Kundenfrequenz zeigt man sich allerdings zufrieden.

VON BETTINA EDER

„Beim Fernseherkauf hat eine Fußball-WM eher mehr Wirkung als die Weihnachtszeit“, erklärt Harald Zink, Spartenobmann des Handels, die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts. Dieses ist gemessen am Jahresumsatz laut Wirtschaftskammer Burgenland langfristig betrachtet zwar rückläufig, aber krisenfest.

Dennoch ist man zufrieden mit dem bisherigen Geschäft. „Volle Parkplätze und entspannte Kunden“ sorgen derzeit laut Wirtschaftskammersprecher Harald Schermann für eine gute Stimmung in den burgenländischen Einkaufsorten, wiewohl die Umsatzzahlen erst im Jänner zu erwarten sind.

Aufgestockt wird das Weihnachtsbudget auch von den BVZ-Meinungsmachern nicht. Der Großteil gibt heuer laut der aktuellen Dezember-Umfrage zum Thema Weihnachten, Konsum und Finanzen weniger oder gleich viel aus wie im Vorjahr. Nur acht Prozent greifen tiefer ins Weihnachts-Geldbörserl. Etwas mehr als die Hälfte gibt an, finanzielle Auswirkungen der Krise zu spüren. Harald Zink ist jedoch überzeugt: „Die Kunden lassen sich beim Einkauf nicht von einer Finanz- oder Wirtschaftskrise beirren.“

Für einzelne Branchen ist das Weihnachtsgeschäft dennoch von entscheidender Bedeutung. Generell ist laut Zink schon lange ein Trend zu beobachten: „Die klassischen Weihnachtsgeschenke wie Bücher, Schmuck oder Drogerieartikel werden erst eher kurzfristig, große Dinge dagegen am Anfang der Adventzeit oder im Lauf des Jahres gekauft.“

Gekauft wird laut BVZ-Meinungsmachern übrigens viel im Burgenland – gleich zwei Drittel kaufen bevorzugt im eigenen Land ein – gar nicht dagegen in Ungarn. „Angst“ vor zu vielen Weihnachtspackerln aus Ungarn unter den heimischen Christbäumen hat Zink keine: „Die Teuerungsrate in Ungarn wird immer ärger, das Einkaufen dort wird man sich bald nicht mehr leisten können.“