Erstellt am 05. Juli 2012, 19:52

Direktinvestitionen stiegen 2011 um 16 Prozent. Trotz der schwelenden Eurokrise sind die weltweit getätigten Direktinvestitionen 2011 um 16 Prozent auf 1.536 Mrd. Dollar (1.236 Mrd. Euro) gestiegen. Für das laufende Jahr rechnet die UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) aber aufgrund eines schwächeren globalen Wirtschaftswachstums nur mehr mit einem leichten Anstieg auf 1.600 Mrd. Dollar.

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Die Direktinvestitionen (FDI) hätten damit erstmals den Vorkrisenschnitt aus den Jahren 2005 bis 2007 von knapp 1.500 Mrd. Euro überwunden, betonte UNCTAD-Expertin Elisabeth Türk bei der Präsentation des "World Investment Report 2012" am Donnerstag in Wien. Die FDI-Zuflüsse in die USA stiegen im vergangenen Jahr auf 227 Mrd. Dollar (+15 Prozent) und in die EU-27 auf 421 Mrd. Dollar (+32 Prozent).

In China wurden Direktinvestitionen in der Höhe von 124 Mrd. Dollar (+8 Prozent) verzeichnet, in Brasilien 67 Mrd. (+38 Prozent) und in Indien 32 Mrd. Dollar (+31 Prozent). Rund 45 Prozent der Investitionen gingen 2011 in Entwicklungsländer. Die Zuflüsse in diese Länder stiegen um 11 Prozent auf 684 Milliarden Dollar.

Österreich verzeichnete 2011 Zuflüsse von 14 Mrd. Dollar (+213 Prozent) und Abflüsse von 30 Mrd. Dollar (+294 Prozent). Allerdings verzerrten einige Großtransaktionen ein wenig das Bild: Die größte Transaktion war die Zusammenführung der Porsche Holding mit VW, die weltweit die achtgrößte Direktinvestition des Jahres 2011 darstellte.