Erstellt am 11. November 2010, 11:30

Doch keine BEWAG-Strompreiserhöhung. Die noch vom scheidenden BEWAG-Vorstand ins Auge gefasste Strompreiserhöhung beim burgenländischen Energieversorger mit Jahresende findet laut EnergieAllianz Austria (EAA) doch nicht statt.

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Von der EAA sei zurzeit "keine Preismaßnahme beschlossen" worden, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Aufgrund der Entwicklungen an den internationalen Börsen schließe die Geschäftsführung der EnergieAllianz derzeit Preismaßnahmen sowohl im Burgenland als auch in den Regionalmärkten Wien und Niederösterreich aus.

Die EAA beobachtet die Märkte "sehr genau". Derzeit sei kein Spielraum für eine Preissenkung gegeben, es bestehe aber auch keine Notwendigkeit, die Preise anzuheben. Seit Mai 2009 beobachte man trotz hoher Schwankungen eine relativ stabile Entwicklung an den internationalen Börsen. Da eine Änderung dieser insgesamt stabilen Preisentwicklung zurzeit nicht absehbar ist, plane die EAA gegenwärtig auch keine Preismaßnahme.

Die EnergieAllianz Austria ist die gemeinsame Energievertriebsgesellschaft für Strom und Erdgas von BEGAS (Beteiligung: 3 Prozent), BEWAG (7 Prozent) sowie EVN und Wien Energie (beide jeweils 45 Prozent). Als Leitgesellschaft ist die EAA unter anderem für die Preispolitik der regionalen Energievertriebe der beteiligten Unternehmen aus Wien, Niederösterreich und Burgenland verantwortlich.

Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag hatten die BEWAG-Vorstände noch Pläne für eine Strompreiserhöhung präsentiert: In das Budget sei eine Erhöhung des reinen Energiepreises von etwas über sechs Prozent eingeplant, was sich auf den gesamten Preis mit einer Erhöhung von rund zweieinhalb Prozent auswirke, hatte Vorstandssprecher Hans Lukits erklärt.

Der BEWAG-Chef vertrat dabei die Ansicht, dass es von der Markt- und Konkurrenzsituation her einen entsprechenden Spielraum für eine "moderate Anpassung" gebe. Drei Tage später wurde vom Unternehmen bekanntgegeben, dass der Aufsichtsrat das Mandat der beiden Vorstände zum Jahreswechsel vorzeitig beendet.