Erstellt am 30. November 2011, 08:39

Doppelt so schnell nach Zagreb. VERKEHR / Das Burgenland initiiert ein EU-Projekt mit dem Ziel, die Fahrzeit von Wien nach Zagreb um knapp drei Stunden zu verkürzen.

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BURGENLAND / Schnellere Verbindungen mit der Bahn nützen sowohl den Fahrgästen als auch der Wirtschaft. Deswegen initiiert das Burgenland ein EU-Projekt zur Verkürzung der Fahrzeit nach Zagreb, kurz „SETA“ genannt. Landeschef Hans Niessl wurde von SPÖ-Verkehrssprecher Günter Kovacs bei der Auftaktkonferenz in Bratislava vertreten. „Ein wichtiger Beitrag, um das Burgenland weiter auf der Überholspur zu halten“, sagt Kovacs. „Dadurch eröffnen sich neue Chancen für Tourismus und Wirtschaft.“

Konkret geplant ist ein Transportkorridor von der Adria in die Region Wien-Bratislava, um Häfen wie Rijeka oder Monfalcone besser nutzen zu können. Im Vergleich zu den bisher genutzten Häfen in Rotterdam und Hamburg kann die Transportzeit dadurch um sieben bis neun Tage verkürzt werden. „Wir bringen den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene. Mit dem Projekt unterstreicht das Burgenland seine Vorreiterrolle in der Verkehrspolitik.“ Zusätzlich werde dadurch auch der Wirtschaftsstandort gestärkt.

Im Süden geht Güterverkehr von Bahn auf die Straße

Anders im Südburgenland, dort werden nach dem Ende des Güterverkehrs auf der südburgenländische Regionalbahn mehr Lkw fahren.