Erstellt am 03. August 2011, 17:06

Drei Bewerber für Lotterielizenz. Die "öffentliche Interessentensuche" für die begehrte Lotterielizenz geht in die heiße Phase. Drei Gesellschaften haben sich offiziell beworben, teilte das Finanzministerium am Mittwochnachmittag mit. Die Bewerbungsfrist ist am Montag um Mitternacht abgelaufen, am Mittwoch wurden die Unterlagen unter Aufsicht der Finanzprokuratur geöffnet. Die Namen der Interessenten wurden nicht genannt.

Die "öffentliche Interessentensuche" für die begehrte Lotterielizenz geht in die heiße Phase. Drei Gesellschaften haben sich offiziell beworben, teilte das Finanzministerium am Mittwochnachmittag mit. Die Bewerbungsfrist ist am Montag um Mitternacht abgelaufen, am Mittwoch wurden die Unterlagen unter Aufsicht der Finanzprokuratur geöffnet. Die Namen der Interessenten wurden nicht genannt.

Die Anträge werden nun von einem beratenden Beirat unter Leitung von Wolfgang Nolz, Sektionschef im Finanzministerium, geprüft, der dem Ministerium darauf basierend eine Empfehlung abgibt. Die Entscheidung soll dann im Herbst getroffen werden.

Fix im Rennen sind die Österreichischen Lotterien, an welche die Konzession stets "freihändig" vergeben wurden. Die aktuelle Lizenz läuft im September 2012 aus. Im Vorjahr hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Casino- und Lotteriemonopol in Österreich gekippt, nun müssen die Glücksspielkonzessionen erstmals europaweit ausgeschrieben werden.

Die neue Lotteriekonzession läuft ab Oktober 2012 und gilt für 15 Jahre. Neben den klassischen Lottoprodukten wie "6 aus 45", Toto und Bingo beinhaltet die Berechtigung auch elektronische Lotterien, sohin das lukrative Online-Lotto sowie Automatensalons mit sogenannten VLTs - das sind zentralvernetzte einarmige Banditen.

Für die Lotterien steht alles auf dem Spiel: Sollte die Casinos-Austria-Tochter bei der Lotto-Lizenzvergabe nicht zum Zug kommen, müsste man das Geschäft einstellen, wie Vorstand Friedrich Stickler mehrfach betont hatte. Bei der ehemaligen Monopolistin rechnet man sich aufgrund der langjährigen Erfahrung aber gute Chancen aus, den Zuschlag zu bekommen. Außerdem argumentiert man mit der Steuerleistung - jährlich spülen die Lotterien rund 400 Mio. Euro in die Staatskasse - sowie mit dem dichten Netz von 6.161 Vertriebsstellen, davon 3.820 Lotto-Annahmestellen.