Erstellt am 21. Mai 2013, 16:11

Droht Facharbeitermangel im Burgenland?. Vor einem drohenden Facharbeitermangel im Burgenland hat am Dienstag die Wirtschaftskammer gewarnt.

Vor allem im Metallbereich halten sich viele Chefs nicht an die Behaltefrist und an die vorgeschriebenen Löhne.SEEBACHER  |  NOEN
„Die Zahl der 15-Jährigen wird im Burgenland in den nächsten Jahren um fast ein Viertel zurückgehen, der Kampf um die Talente immer härter werden“, erklärte Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth in einer Aussendung. Nur rund 28 Prozent der 15-Jährigen würden sich für eine Lehre in einem Betrieb entscheiden, in Westösterreich hingegen seien es etwa 50 Prozent.

Laut Aufzeichnungen der Wirtschaftskammer-Lehrlingsstelle steige jeder zehnte Burgenländer im Alter von 15 bis 24 Jahre ohne Schulabschluss aus dem Bildungssystem aus, so Nemeth. Deswegen seien alle Maßnahmen wichtig, die den Jugendlichen Hilfe und Orientierung geben, wie etwa frühzeitige Berufsorientierung und Potenzialanalyse.

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer führt das Landesjugendreferat das Projekt "Komm Schnuppern - entdecke die Arbeitswelt" durch. Heimische Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, können dabei Jugendliche der 6. bis 8. Schulstufe zu einem bis drei Schnuppertagen einladen, die außerhalb der Schulzeit stattfinden, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V). Ausbildungsangebote und Arbeitsbereiche der teilnehmenden Betriebe werden auf der Homepage des Landesjugendreferats veröffentlicht ( http://www.ljr.at ).

Im Burgenland gab es Ende des Vorjahres 2.798 Lehrlinge. 923 Betriebe bildeten Lehrlinge aus. Fast jeder zweite Jugendliche macht eine Lehre im Bereich Gewerbe und Handwerk.