Erstellt am 01. Februar 2012, 14:57

E-Control sieht Senkungspotenzial bei Strompreisen. Die Strompreise für Österreichs Haushalte könnten nach Einschätzung der Regulierungsbehörde E-Control niedriger sein, denn anders als bei Industriekunden wirken sich die seit Anfang 2009 relativ stabilen Großhandelspreise kaum aus.

Das Senkungspotenzial für die Haushalte liege insgesamt bei rund 100 Mio. Euro, für einen Haushalt seien dies 20 bis 30 Euro pro Jahr.

Die Strom-Großhandelspreise seien bis 2008 kräftig gestiegen, im Zuge der Krise dann deutlich gefallen und seit Anfang 2009 relativ stabil, so E-Control-Geschäftsführer Walter Boltz. Die Preise für die Haushalte seien ebenfalls gestiegen, und dann sei lange nichts passiert. Großhandels- und Haushaltspreise klafften nicht nur kurzfristig und vorübergehend auseinander. Es sei unrealistisch, dass mehr als 2 bis 3 Jahre im voraus Strom beschafft werde: "Niemand hat im Juli 2008 für 2011 eingekauft."

Irgendwo scheine bei der Preisweitergabe etwas nicht zu funktionieren, denn bei Industriekunden gebe es ein Durchreichen - mit einiger Verzögerung. Nach drei Jahren müssten aber die niedrigeren Großhandelspreise auch bei den Haushaltskunden angekommen sein. Die jüngsten Preissenkungen seien nur wegen niedrigerer Ökostromkosten erfolgt.