Erstellt am 15. März 2012, 11:46

E-Mails kosteten 3 bis 5 Prozent des Briefgeschäftes. Die Post AG steigerte 2011 im Bereich Paket und Logistik den Umsatz um 5,6 Prozent auf 846,5 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) legte um 9,3 Prozent zu.

In der Division Brief wuchs der Umsatz um 4,4 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro, das Ebit erhöhte sich um 25,9 Prozent. 3 bis 5 Prozent des Briefgeschäfts gingen durch E-Mails verloren. Im Filialnetz gab es ein Minus von 3 Prozent auf 153,1 Mio. Euro Umsatz, das Ebit legte aber um 42 Prozent zu.
 
6,7 Mio. Euro zusätzlich schüttet die Post AG an die Aktionäre für 2011 aus. Die Dividende erhöht sich um 10 Cent auf 1,70 Euro je Aktie. An der Ausschüttung von zumindest 75 Prozent des Nettoergebnisses hielt Finanzvorstand Rudolf Jettmar fest. Postchef Georg Pölzl ergänzte, dass die Aktie der dividendenstärkste Titel an der Wiener Börse ist. Mehr Geld gibt es auch für die Mitarbeiter, für sie wird die Ebit-Prämie mit 725 Euro pro Mitarbeiter "deutlich höher" ausfallen. Der Personalabbau soll wie im Vorjahr heuer weitergehen, somit werden rund 700 bis 800 Mitarbeiter die Post verlassen. Bisher sind 330 Postler zum Bund gegangen.
 
"Wir werden weiterhin Kostensenkungen durchführen, aber auch investieren", so Pölzl zum Ausblick 2012. Und er versprach am Donnerstag vor Journalisten ein "Feuerwerk an Innovationen". So präsentierte er die Post-Empfangsbox, in der der Postler im Haus Pakete hinterlegen kann, wenn er den Empfänger nicht antrifft. Der Gang mit dem Gelben Zettel zum Postamt entfällt damit. Die Boxen kosten zwischen 169 und 269 Euro und werden in drei Größen angeboten (nähere Infos unter www.post.at). Eingeschriebene Briefe können nicht hinterlegt werden.
 
Angesprochen auf Überweisungen der ebenfalls teilstaatlichen Telekom Austria an die ÖVP-Arbeitnehmerorganisation ÖAAB betonte Pölzl, dass es von der Post keine derartigen Zahlungen gab.