Erstellt am 17. Oktober 2012, 16:06

E-Wirtschaft plant Mrd.-Investitionsprogramm. Die heimische E-Wirtschaft ist bereit, innerhalb der nächsten sieben Jahre gut 16 Mrd. Euro in die Erzeugung und Übertragung von Strom zu investieren, wie das der Aktionsplan der Branche vom heurigen Frühjahr vorsieht.

Dies betonte der Präsident des Branchenverbandes Oesterreichs Energie, EVN-Chef Peter Layr, am Mittwoch bei der Eröffnung des alle zwei Jahre stattfindenden Kongresses in Innsbruck.

Acht Mrd. Euro davon wolle man bis zum Jahr 2020 vornehmlich in den Ausbau der Wasserkraft und von Erneuerbaren stecken, weitere acht Mrd. in die Stromnetze. Mehr noch als die Sicherheit der Stromversorgung an sich zähle heute die Herkunft der Elektrizität, also die Art der Erzeugung, so Layr. Die E-Wirtschaft liefe Strom zu konkurrenzfähigen Preisen, verwies er auf die durchschnittlich 19 Cent je kWh inkl. Netzkosten und Steuern. Das Ökostrom-Regime habe Österreich besser umgesetzt als Deutschland, bei uns würden die stakeholder nicht überfordert.

Layr forderte ein "Entrümpeln" der Gesetze zum Energiesektor, Elwog und Gaswirtschaftsgesetz. Da sei über die Jahre immer mehr dazugeschrieben werden, jetzt sollte hier einmal entrümpelt werden. Bei den Genehmigungsverfahren leide die E-Wirtschaft mittlerweile nicht mehr so stark an zähen Behörden oder widerspenstigen Politikern, heute kämpfe man eher mit den Gutachtern.

Für den Weg Österreichs in eine nachhaltige Stromversorgung bedarf es neuer Kraftwerke, der Modernisierung bestehender Anlagen und eines Ausbaus der Stromnetze, betonte auch die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt.