Erstellt am 10. Oktober 2011, 14:13

E-Wirtschaft setzt auf Ausbau erneuerbarer Energien. Den österreichischen Stromkunden ist mittlerweile wichtiger, woraus Strom erzeugt wird als der Preis. Breite Zustimmung findet der Ausbau der erneuerbaren Energie, geht aus einer Umfrage der Interessenvertretung Oesterreichs Energie hervor.

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Die Atomkatastrophe von Fukushima spiegle sich auch im Meinungsklima wider. Wichtigstes Thema bleibt die Versorgungssicherheit. Die Mehrheit (54 Prozent) hält Strom für teuer bzw. zu teuer, 42 Prozent für angemessen. Um die Energiewende in die Breite zu tragen, kündigte Oesterreichs-Energie-Präsident, EVN-Chef Peter Layr, ein Aktionsprogramm für 2012 an.

Damit soll der im Zukunftsprogramm beschlossene Kurs der Investitionen und Innovationen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Dabei hat der Ausbau der Erneuerbaren Energien einen hohen Stellenwert.

Eine wesentliche Rolle spielt für die Österreicher auch, dass der in Österreich verbrauchte Strom hierzulande erzeugt wird: Für 79 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten ist es sehr wichtig bzw. wichtig, dass der in Österreich verbrauchte Strom zur Gänze in Österreich erzeugt wird. Vor zwei Jahren waren es 77 Prozent.

62 Prozent der Befragten glauben, dass die Stromerzeugungsmöglichkeiten in Österreich ausgebaut werden sollen, 47 Prozent sehen, dass dafür ein Leitungsausbau nötig ist. Nur 8 Prozent plädieren für mehr Importe.

Der Ausbau der Stromproduktion soll nach Ansicht der Österreicher vor allem mittels Wind- und Wasserkraft erfolgen. Auf die Frage, wie die Erzeugung erhöht werden soll, nannten 75 Prozent mehr Windkraft, 71 Prozent den Ausbau der Wasserkraft, 61 Prozent mehr Photovoltaikanlagen, Erdwärme, Geothermie, 56 Prozent mehr Biomassekraftwerke und 19 Prozent die Errichtung von mehr thermischen Anlagen.

Laut Layr ist es bis 2015 möglich, dass Österreich wieder mehr Strom exportiert als importiert, wenn die Rahmenbedingungen für den Ökostromausbau stimmen. Ein Importverbot sei theoretisch ein Weg, rechtlich aber unsicher. Besser lasse sich die Atomstromfreiheit über Herkunftsnachweise darstellen. Der Stromkennzeichnungsverordnung der E-Control wird ein grundsätzlich gutes Zeugnis ausgestellt, gewarnt wird aber vor zuviel Bürokratie. Als Beispiel nannte Layr die vierteljährlich vorgesehene Zertifikatsvorlage, die eine Vervierfachung des bürokratischen Aufwandes bedeute, denn bisher musste dies nur einmal pro Jahr erfolgen.

Für den Ausbau der Erneuerbaren sei ein stabiles Ökostromgesetz bis 2020 wichtig. Mit der aktuellen Gesetzeslage sei man zufrieden. Die Windkraftkapazitäten etwa könnten in den kommenden vier Jahren auf rund 3.000 Megawatt (MW) zulegen. Derzeit sind es knapp über 1.000 MW.

Der Erneuerbaren-Ausbau bedürfe auch massiver Investitionen in die Verteilnetze. Derzeit liege der von der Regulierungsbehörde E-Control für Investitionen zugestandene Zinssatz am unteren Ende der Wirtschaftlichkeits-Skala. In benachbarten Ländern wie Deutschland oder Italien liege er deutlich höher.

Der Strompreis ist den Österreichern erstmals zwar weniger wichtig, als die Herkunft des Stroms. 39 Prozent der Befragten schätzen das aktuelle Strompreisniveau aber als teuer ein, 15 Prozent als zu teuer und 42 Prozent als angemessen und 2 Prozent als billig.

Großes Interesse an Smart Meter

Die Einführung der sogenannten "intelligenten Stromzähler" (Smart Meter) wird von zwei Dritteln der Österreicher befürwortet, geht aus der heute präsentierten Umfrage im Auftrag von Oesterreichs Energie hervor. 17 Prozent sind sehr interessiert, 37 Prozent interessiert und 22 Prozent etwas interessiert. Abgelehnt wird aber von 70 Prozent der Befragten, dass der Stromversorger bestimmte Stromverbrauchsquellen fernsteuern kann. Nur 20 Prozent können sich dies vorstellen. Datenschutzfragen seien derzeit aber noch weitgehend ungelöst, so Layr.

Viel mehr zahlen wollen die Österreicher für Smart Meter aber nicht: Die Stromkunden wären im Schnitt bereit, Kosten von rund 1,6 Euro pro Monat zu akzeptieren. Die E-Wirtschaft beziffert die Kosten für einen "intelligenten Stromzähler" mit rund 40 bis 60 Euro pro Jahr. Derzeit liegt die Zählergebühr zwischen 12 und 25 Euro pro Jahr.

Eine 80-prozentige Einführung der "intelligenten" Zähler ist für den Präsidenten von Oesterreichs Energie, EVN-Chef Peter Layr, bis 2018 nicht realistisch, sondern frühestens bis 2020. Voraussetzung dafür sei eine technische Standardisierung. Diese sollte auf EU-Ebene erfolgen und sei für die zweite Jahreshälfte 2012 zu erwarten.

Geortet werden von der E-Wirtschaft aber auch Informationsdefizite. Auf die Frage, in welchem Bereich am meisten Energie verbraucht wird, entfielen laut Umfrage 39 Prozent auf Heizung/Warmwasser, tatsächlich sind es 57 Prozent. Auf das Auto kamen geschätzte 17 Prozent (tatsächlich: 35 Prozent), auf alte Elektrogeräte 23 Prozent (tatsächlich: 7 Prozent), auf Beleuchtung 11 Prozent (tatsächlich: 1 Prozent) und auf Stand-by-Nutzung 7 Prozent (tatsächlicher Anteil 0,1 Prozent). Der Stromverbrauch macht in Österreich nur rund 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus.

Zur Kritik in deutschen Medien über die "Stromhilfe" der Österreicher sprach Layr von einer "emotionalen Reaktion", es habe von Seiten der Deutschen Bundesnetzagentur ein sehr korrektes Verfahren gegeben. Vereinbart worden seien Ausfallsreserven.