Erstellt am 17. September 2012, 13:50

Eigenkapitalquote heimischer KMUs steigt. Österreichs Klein- und Mittelbetriebe (KMU) haben in den letzten Jahren kontinuierlich ihre Eigenkapitalquote gesteigert. Im Geschäftsjahr 2010/11 lag sie bei durchschnittlich 28,5 Prozent.

Das sind um über fünf Prozentpunkte mehr, als noch 2006/07. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich: Mit zunehmender Betriebsgröße steigt auch der Eigenkapitalanteil, gab die KMU Forschung Austria bekannt. Auf Basis von mehr als 70.000 Bilanzen rechnet die KMU Forschung vor: Mittelbetriebe (bis 249 Beschäftigte) hatten 2010/11 eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von 31,5 Prozent. Bei Kleinstbetrieben (bis neun Mitarbeiter) waren es nur 19,5 Prozent. Seit 2006/07 konnten Kleinstunternehmen ihren Eigenkapitalanteil allerdings fast verdoppeln. Der Anteil bei Mittelbetrieben stieg nur geringfügig.

Erfreulich ist für Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria, insbesondere der deutliche Anstieg des Eigenkapitalpolsters bei den Kleinstunternehmen. Dies trage zu einer verbesserten Bonität und einer geringeren Krisenanfälligkeit bei. Die Verbesserung der Finanzierungsstruktur des eigenen Unternehmens sei für Unternehmer ein wichtiges Ziel, nicht zuletzt wirkten sich Gewinnentnahmen mit Augenmaß - in Relation zur Ertragssituation - positiv auf die Eigenkapitalquote aus.