Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Ein Viersternehotel ohne Sterne?. URLAUBSTESTER / Aufregung um die Puls4-Sendung „Die Urlaubstester“ – eine Beschwerde gibt es nun gegen die Privatpension Nikolauszeche wegen fehlender Sterne.

Michael und Michaela Tschei- tschonig sind Verpächter der Nikolauszeche in Purbach, die als Privatpension und nicht als Viersternhotel geführt wirdPULS4  |  NOEN
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VON DORIS SEEBACHER

In den aktuellen Folgen der „Urlaubstester“ auf Puls4 testen Hotelbesitzer gegenseitig ihre Unterkünfte. Am 8. April wurde die Folge vom Vorjahr ausgestrahlt, in der die Herberge zur Nikolauszeche in Purbach von zwei anderen Hotelierpaaren beurteilt wurde – und dabei im Großen und Ganzen sehr gute Kritiken bekam.

Doch nun könnte es für die beiden Verpächter Michael und Michaela Tscheitschonig (offizieller Pächter ist der Vater August Tscheitschonig) zu Erklärungsbedarf kommen, denn: In der Sendung werden die beiden als Viersternehoteliers bezeichnet, obwohl es sich bei der Herberge offiziell um einen Privatbetrieb handelt, der gar nicht mit Sternen werben dürfte.

Beim Schutzverband für unlauteren Wettbewerb wurde deswegen nun Beschwerde eingereicht, weil es sich hierbei um Wettbewerbsverzerrung handeln könnte.

Weitere Vorgehensweise? „Bei Wettbewerbsverstoß fordern wir den Betrieb auf, diesen zu unterlassen. Wenn dies nicht passiert, dann kann es zu einer Klage kommen“, heißt es vonseiten des Schutzverbandes, der jedoch über laufende Fälle keine Auskünfte erteilen darf.

„Führen unsere Herberge  nicht als Viersternehotel“

Michael Tscheitschonig betont jedoch: „Wir führen diese Herberge nicht als Viersternehotel und haben das mit Puls4 auch nie so kommuniziert.“ Von einer Beschwerde beim Schutzverband für unlauteren Wettbewerb weiß er noch nichts. „Wir erfüllen aber auf jeden Fall die Voraussetzungen für eine Viersternepension“, so Tscheitschonig. Richtigerweise gäbe es für Privatpensionen jedoch vier Sonnen, und nicht vier Sterne.

Auch in der Wirtschaftskammer Burgenland kennt man die Nikolauszeche. „Wir haben die Hoteliers mehrmals aufgefordert, sich kategorisieren zu lassen“, so Franz Perner, Spartenobmann Gastronomie der Wirtschaftkammer Burgenland. Getan hätten sie es bis heute nicht – die vier Sterne prangen immer noch an der Hausmauer der Privatpension.