Erstellt am 05. August 2013, 11:29

Einzelhandel erlebte im Halbjahr eine Flaute. Die Konsumlaune der Österreicher ist gedämpft, das hat der Einzelhandel im ersten Halbjahr zu spüren bekommen.

In den ersten sechs Monaten 2013 gingen die Umsätze real um 1,2 Prozent zurück, nominell ergibt sich daraus ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Im Monat Juni ließen die Umsätze inflationsbereinigt (real) um 2,8 Prozent nach, geht aus Zahlen der Statistik Austria vom Montag hervor. Besonders schlecht ist es um die Baumarktbranche bestellt. Aber auch Möbelhändler und Elektrowarengeschäfte machten im Halbjahr weniger Umsatz. Zusammen gingen die Erlöse in diesen Branchen real um 4,1 Prozent zurück.

Ähnlich schlecht geht es den Apotheken und Kosmetikhändlern. Deren Umsätze sanken im ersten Halbjahr um 3,7 Prozent (real). In der Bekleidungs- und Schuhbranche gingen die Erlöse in den ersten sechs Monaten leicht um 0,2 Prozent zurück. Einzig der Lebensmittelhandel war im Halbjahr leicht mit 0,1 Prozent im Plus.

Im Juni erzielte der Lebensmitteleinzelhandel nominell ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Unter Berücksichtigung der Inflation ergab das ein Absatzminus in der Höhe von 2,9 Prozent. Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wies im Juni ein Umsatzminus von 2,6 Prozent auf, dies bedeutet einen realen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent. Das Einzelhandelsergebnis für das erste Halbjahr 2013 wurde mit 149 Verkaufstagen - ein Einkaufstag weniger als im Vorjahreszeitraum - erzielt.

Innerhalb der EU ist der Einzelhandel im Mai (das sind die aktuellsten Zahlen) um 0,3 Prozent gegenüber dem April zurückgegangen. In der Eurozone gab es ein Umsatzminus von 0,5 Prozent, geht aus den am Montag veröffentlichten neuesten Zahlen von Eurostat hervor. Österreich verzeichnete dabei mit -1,7 Prozent den drittstärksten Rückgang hinter Estland (-3,3) und Ungarn (-1,9).