Erstellt am 05. Februar 2013, 10:32

Einzelhandel musste 2012 weiter Federn lassen. Österreichs Einzelhandel verliert weiter an Dynamik. Im abgelaufenen Jahr 2012 schrumpfte das Absatzvolumen zum zweiten Mal in Folge, und zwar um 0,6 Prozent.

Der nominelle Umsatz stieg lediglich um 1,8 Prozent, wobei es vor allem im zweiten Halbjahr bergab ging, geht aus Zahlen der Statistik Austria vom Dienstag hervor. Das Weihnachtsgeschäft verlief sehr schwach. Im Dezember 2012 setzten Österreichs Einzelhändler (ohne Kfz) nominell um 2,4 Prozent und preisbereinigt um 4,8 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Allerdings gab es diesmal mit 24 Verkaufstagen zwei Einkaufstage weniger als im Vorjahr. Bereinigt um diesen Kalendereffekt ergibt sich ein nominelles Umsatzplus von 0,7 Prozent und ein realer Rückgang von 1,5 Prozent.

Die Statistik Austria errechnete insgesamt ein Umsatzvolumen von rund 1,2 Mrd. Euro für das Weihnachtsgeschäft, was ebenfalls unter Vorjahresniveau lag. Wie im Gesamtjahr haben sich die Lebensmittelhändler etwas besser geschlagen: Hier kam nominell ein Mini-Umsatzplus von 0,1 Prozent heraus, der Absatz schrumpfte um 3,6 Prozent. Im Nicht-Lebensmittel-Bereich waren die Umsätze sowohl nominell (-3,8 Prozent) als auch real (-5,4 Prozent) rückläufig. Während der Einzelhandel im ersten Halbjahr noch mehr umsetzte (nominell +3,1 Prozent, real +0,9 Prozent), war im zweiten Halbjahr eine "deutliche nachlassende Dynamik" festzustellen, so die Statistik Austria.

Betrachtet man die Ergebnisse nach Branchen, zeigt sich, dass real nur der Lebensmittelhandel gewachsen ist - aber auch nur um 0,8 Prozent. Deutlich schwächer entwickelte sich der Nicht-Lebensmittelbereich: Der Absatz ging hier um 0,7 Prozent zurück, nominell gab es ein Plus von 1,1 Prozent. Die größten realen Einbußen mussten Uhren- und Schmuckhändler (-6,8 Prozent) sowie Buchgeschäfte (-3,6 Prozent) hinnehmen.

Etwas andere Zahlen hatte kürzlich die KMU Forschung Austria vorgelegt. Demnach ging der Weihnachtsumsatz 2012 "nur" um 3 Prozent auf 1,52 Mrd. Euro zurück und für das Gesamtjahr 2012 wurde ein reales Minus von 1,0 Prozent errechnet.