Erstellt am 24. August 2013, 09:28

Energie Burgenland gegen Ex-BEGAS-Chef Simandl. Am Dienstag beginnt im Landesgericht Eisenstadt die juristische Aufarbeitung der BEGAS-Affäre.

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Den Auftakt macht ein Zivilverfahren: Die Energie Burgenland als Rechtsnachfolgerin der BEGAS hat den ehemaligen BEGAS-Vorstand Rudolf Simandl auf 2,8 Mio. Euro Schadenersatz verklagt. Dienstagvormittag treffen einander die Anwälte der Streitparteien erstmals vor Gericht, eine Einigung ist zumindest vorerst nicht in Sicht.

Einem Vergleich - üblicherweise erkundigt sich der Richter zu Prozessauftakt nach der Bereitschaft der Prozessgegner, einen solchen zu schließen - werde man nicht zustimmen, hieß es aus der Energie Burgenland. Die Absicht, sich "jeden einzelnen Euro", der dem Unternehmen unrechtmäßig entzogen worden sei, zurückzuholen, bleibe weiter aufrecht.


Weitere Klagen möglich

Stattdessen steht eine Ausdehnung der Ansprüche bevor: Wenn das Ergebnis der laufenden Prüfung der BEGAS-Auftragsvergaben vorliege, werde es weitere Klagen geben. Dabei werde man - wie bereits angekündigt - die Kosten der bisherigen zwei Prüfungen ebenfalls einbringen, so ein Sprecher der Energie Burgenland zur APA. Den Streitwert dieser Forderungen - allein die im April 2012 beauftragte erste Sonderprüfung soll sich mit knapp einer Mio. Euro zu Buche geschlagen haben - will man bei der Energie Burgenland weiterhin nicht kommentieren.

Einen Termin, wann das Ergebnis der zweiten Prüfung feststehen soll, gebe es noch nicht. "Wir sind im Finish", meinte der Sprecher.

Die Energie Burgenland hatte im April dieses Jahres, knapp ein Jahr nach der fristlosen Entlassung von BEGAS-Chef Rudolf Simandl, angekündigt, ihn am Zivilrechtsweg auf Schadenersatz zu verklagen. Gegen den Ex-Manager ermittelt bereits die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und Abgabenhinterziehung.