Erstellt am 23. April 2013, 12:49

Energie- und Emissionskataster im Burgenland im Einsatz. In Eisenstadt ist am Dienstag der Energie- und Emissionskataster, der im Burgenland nun im Einsatz ist, präsentiert worden.

Etwa ein Dreivierteljahr wurden 506.000 Einzelinformationen in der Datenbank erfasst. Diese Plattform soll einem nachhaltigem Umweltmanagement dienen. Man könne sich damit den Energieverbrauch im Land "genauer ansehen und auch die oftmals verbundenen Emissionen von Schadstoffen untersuchen", erläuterte Landeshauptmann Hans Niessl (S).

Der Kataster sei eine Sammlung von Energie- und Emissionsdaten , "die es uns erlaubt, einzelne Standorte des Landes zu untersuchen und dadurch auch zielgerichtete Maßnahmen zur Reduzierung von Luftschadstoffen, Feinstaub oder Schwefelverbindungen zu überlegen - falls das erwünscht und notwendig ist", so Niessl.

Johann Binder, Geschäftsführer der Energieagentur Burgenland, beschrieb den Kataster als "grundsätzliches Werkzeug, das wir brauchen, um die wesentlichen Analysen durchzuführen auf der einen Seite, aber auch die Modellrechnungen auf der anderen Seite." Man könne anhand der Daten im Vorfeld Szenarien durchspielen, um beispielsweise über verstärkte Förderungen von Fotovoltaik entscheiden zu können und um zu wissen, ob dies nun eine große oder kleine Auswirkung habe, so Binder.

Das rund 200.000 Euro-Projekt wurde gänzlich von der Europäischen Union gefördert. Der Kataster wurde vom AIT Austrian Insitute of Technology entwickelt.