Erstellt am 13. März 2013, 09:55

Energiekosten für Haushalte um 5,5 Prozent höher. Österreichs Haushalte mussten im Vorjahr für ihre Energierechnung tiefer in die Tasche greifen.

Nach Berechnungen der Österreichischen Energieagentur stieg der Energiepreisindex (EPI) im Jahresschnitt um 5,5 Prozent an, nur halb so kräftig wie im Jahr davor, aber mehr als doppelt so stark wie der allgemeine Verbraucherpreisindex (2,5 Prozent).

Ohne energierelevante Positionen hätte der VPI 2012 nur um 2,1 Prozent zugelegt. Insgesamt gaben die heimischen Privathaushalte 2012 mehr als 12,7 Mrd. Euro für Energie aus - das sind im Schnitt monatlich rund 288 Euro pro Haushalt und laut Energieagentur etwa ebenso viel wie im Jahr davor.

Mehr als 50 Prozent der energetischen Haushaltsausgaben wurden für Verkehr (Benzin und Diesel) getätigt, rund 26 Prozent entfielen auf Raumwärme und Warmwasser und 22 Prozent auf Strom.

2012 spiegelte der EPI vor allem die Schwankungen bei Heizöl, Superbenzin und Diesel wider. Den größten Beitrag zum Anstieg des EPI lieferte dabei Heizöl mit einem Plus von 8,4 Prozent. Die Preise für Treibstoffe (Diesel und Eurosuper) stiegen im Jahresdurchschnitt um 6,1 bzw. 6,7 Prozent.

Von 2009 bis 2012 stiegen die Haushaltsausgaben für Energie laut Energieagentur um 46 Prozent, wobei der größte Anstieg in den Jahren 2010 und 2011 erfolgte. Auch hier war ein Großteil des Zuwachses auf Preissteigerungen bei Diesel und Eurosuper zurückzuführen. Da der Verbrauch von Eurosuper in dem Zeitraum rückläufig war, wurde die Steigerung der Ausgaben je Haushalt für Eurosuper allein durch Verteuerungen verursacht. Die steigenden Kosten je Haushalt für Diesel seien den gleichzeitigen Verbrauchs- und Preisanstiegen geschuldet, so die Energieagentur.